Sa, 22. September 2018

Profi schreit auf

04.12.2014 13:12

Katastrophale Bedingungen auf der ITF-Tour

Unzumutbare Trainingsplätze, kaputte Netze und fehlende Bälle: So sehen die Bedingungen für Tennis-Profis auf der ITF-Tour aus. Wie tennisnet.com berichtet, beklagt sich nun der argentinische Spieler Tomas Buchhass in einem offenen Brief an die ITF über die schlechten Spielbedingungen.

Die ITF-Futur-Tour ist nach der ATP- und Challenger-Tour die niedrigste Kategorie im Profi-Tennissport. Die Teilnahme an diesen Turnieren seien für viele Spieler kein Vergnügen. Neben den unzumutbaren Spielbedingungen könnten die meisten Profis die Kosten durch die geringen Preisgeld-Einnahmen nicht decken, meint Buchhass.

Tomas Buchhass hat nun via Facebook einen Beschwerdebrief an die ITF verfasst. Der Argentinier, der aktuell im Ranking auf Rang 1.350 aufscheint, berichtet über seine Erlebnisse auf der ITF-Tour, die katastrophalen Bedingungen und den finanziellen Aufwand.

Hier einige Auszüge seines Briefs:

"Ich richte mich an die ITF, um sie zu benachrichtigen und meinen Unmut als Tennisspieler auszudrücken, an einem Turnier teilzunehmen, unter denen das Future in Temuco, Chile, gespielt wird: Die Plätze sind in erbärmlichem Zustand, was eine Gefahr für das physische Wohl der Spieler darstellt, ohne einem Restaurant, in dem man essen könnte. Am Samstag ging in der ersten Runde der Qualifikation ein Ball verloren und es gab keinen Ersatz. Es waren auf drei Plätzen Matches angesetzt, aber ein Platz musste aufgrund der desaströsen Qualität des Untergrunds ausgelassen werden und die Matches wurden auf einen anderen Court verlegt, auf dem die Linien mit einer Kreidelinie handgemalt waren, was heißen soll, es war unmöglich, dass sie gerade sind oder die korrekten Maße besitzen.

Ich nutze die Nachricht, um meine Empörung und meinen Unmut darüber auszudrücken, was mit den Futures und der ITF gemacht wird. Wir mussten bei diesem Turnier 40 US-Dollar bezahlen, nur um an der Qualifikation teilzunehmen. Das ist, um ehrlich zu sein, eine Abzocke, ein echter Witz. Aber so ist der Großteil der Futures. Sie werden nicht unter adäquaten Bedingungen ausgetragen, bieten nicht genug Bälle zum Trainieren, lassen Ärzte und Physiotherapeuten vermissen.

Um die Wahrheit zu sagen, als einer, der dieses Spiel liebt, fühlt man sich sehr frustriert (...) und ich habe nie gesehen, dass die ITF in der Angelegenheit aktiv wird, untersucht und überwacht oder irgendeine Intention zeigt, die Turniere zu verbessern. Das Preisgeld bleibt bei 10.000 US-Dollar, was nicht mal reicht, um die Kosten zum Spielen des Turniers zu decken, geschweige denn Geld zu verdienen, wenn es jemand wünscht, auf die richtige Art zu machen und mit einem Coach zu reisen. Sogar das Gewinnen des Turniers deckt nicht die Kosten, es zu spielen.

Wir als Spieler werden permanent hintergegangen, auf die eine oder andere Weise. (...) Ich fühle mich von der ITF völlig vernachlässigt. Da gibt es keine Unterstützung, wir zahlen für den IPIN, wir bekommen Strafen, wenn wir zu spät absagen, wir halten uns an die Regeln und wir bekommen dafür nicht mal irgendwas Angemessenes. Die Schiedsrichter verdienen mehr als wir Spieler, niemand deckt unsere Ausgaben ab. (...) Es ist unfair, unmenschlich und wenig befriedigend. Nur 100 Menschen auf der ganzen Welt können von diesem Sport leben. Scheint das für euch gerecht zu sein? Der Rest des Feldes erhält überhaupt nichts, sie erhöhen das Preisgeld bei den Grand-Slam-Turnieren, bei denen die Spieler mehr und mehr bekommen, und wir bekommen nichts!"

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