Das ging wahrlich in die Hose! Joanna Wietrzyk hat beim Hyrox-Rennen in Peking trotz akuten Durchfalls gewonnen und mit dementsprechenden Bildern weltweit für Aufsehen gesorgt. Nun sagte die 24-jährige Australierin „Sorry“ und gab sogar den Sieg zurück.
„Ich möchte mich aufrichtig bei den Menschen in China, meinen Mitstreitern, den Zuschauern und den Hyrox-Veranstaltern entschuldigen“, schreibt Wietrzyk auf Instagram. Vor dem Start habe sie sich gesund gefühlt und keinen Hinweis auf eine Erkrankung gehabt, doch Magen-Darm-Probleme führten dazu, dass ihr während des Rennens Fäkalien am Bein herunterliefen.
Hier das offizielle Statement von Joanna Wietrzyk:
„Hätte Strecke verlassen müssen“
Wietrzyk: „Rückblickend hätte ich die Strecke verlassen müssen. Ich übernehme die Verantwortung für mein Verhalten und es tut mir leid für die Unannehmlichkeiten, die ich verursacht habe. Ich bedauere wirklich jeden, den ich damit beeinträchtigt habe.“ Deshalb habe sie sich entschieden, ihre Teilnahme rückwirkend zurückzuziehen und damit alle gewonnenen Punkte sowie den Sieg zu verlieren. „Ich habe viel über die Situation nachgedacht“, erklärt sie weiter und bedankt sich bei all jenen, die in dieser Zeit an ihrer Seite standen.
HYROX ist ein Wettkampf, bei dem Laufen und funktionelles Krafttraining kombiniert werden.
Die Laufstrecke beträgt acht Kilometer. Nach je einem Kilometer sind Übungen vorgesehen:
1. Skiergometer
2. Schlittenschieben
3. Schlittenziehen
4. Burpee Broad Jumps
5. Ruderergometer
6. Farmers Carry
7. Sandbag Lunges
8. Wallballs
2017 wurde HYROX in Hamburg vom zweifachen Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste und Event-Unternehmer Christian Tötzke „erfunden“. Gestartet wird entweder im Einzel, im Double oder im Mixed-Double. Je nachdem, in welcher Kategorie, gibt es unterschiedliche Gewichte für die Stationen. Mittlerweile stehen pro Saison über 100 Rennen in über 100 Städten weltweit auf dem Programm, an denen bereits über eine Million Menschen pro Saison teilnehmen.
Auszeit
Zudem kündigte die Athletin an, sich eine Auszeit zu nehmen, ohne deren Dauer genauer zu benennen. „Es bedeutet mir mehr, als ich es jetzt richtig ausdrücken kann. Ich werde mir etwas Zeit nehmen, um mich zu erholen, zu reflektieren – weg vom Lärm“, schließt Wietrzyk ihr Statement.
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