Allerdings wurde zuletzt knapp das Play-off für die EM 2015 verpasst. Dennoch stand eine Trennung vom Steirer laut ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner nicht zur Debatte. "Für mich war es aus sportlicher Sicht eine klare Entscheidung für eine Verlängerung", sagte der Oberösterreicher. Großes Ziel sei es nun, bei der U21-Endrunde 2017 dabei zu sein. "Das ist eine Vorgabe und eine Forderung des ÖFB. Ich bin überzeugt, dass wir das mit dieser Mannschaft schaffen können", so Ruttensteiner.
"Die Arbeit mit jungen Menschen gibt mir sehr viel"
Gregoritsch freute sich über die Verlängerung und bezeichnete die Funktion als U21-Teamchef als "geilen Job. Die Arbeit mit jungen Menschen gibt mir sehr viel." Außerdem hob der 56-Jährige die gute Zusammenarbeit mit A-Teamchef Koller und allen ÖFB-Nachwuchstrainern hervor. Von seinem aktuellen Kader, dem unter anderem Alessandro Schöpf (Nürnberg), Yilli Sallahi (Bayern), Philipp Lienhart (Real Madrid), Louis Schaub (Rapid) und Christian Gartner (Düsseldorf) angehören, hält Gregoritsch große Stücke. "Der jetzige Jahrgang zeichnet sich wegen der guten Ausbildung in den Akademien durch noch höhere Professionalität aus."
Die Auslosung für die im Herbst 2015 beginnende EM-Qualifikation erfolgt am 5. Februar. Davor absolviert Gregoritsch mit seiner Mannschaft auf Zypern ein Vier-Nationen-Turnier, in dem es am kommenden Freitag gegen Tschechien und am darauffolgenden Dienstag entweder gegen den Gastgeber oder Schweden geht. Fehlen werden Trainer-Sohn Michael Gregoritsch und Thomas Murg wegen Muskelverletzungen, für das Duo wurden Daniel Maderner und Patrick Wessely nachnominiert.
"Gregerl" kein emotionaler Trainer mehr?
Mit von der Partie sind hingegen Andreas Leitner, Christoph Martschinko und Kevin Friesenbichler, die im vergangenen März so wie Murg wegen unerlaubten Verlassens des Teamquartiers vor der Niederlage gegen Albanien aus der U21 geworfen wurden. Die betroffenen Spieler entschuldigten sich bereits dafür, damit ist diese Sache laut Ruttensteiner abgehakt. "Aber es gibt klare Richtlinien, damit so etwas nicht noch einmal passiert", sagte der ÖFB-Sportdirektor. Der Steirer galt in seinen Zeiten beim GAK, bei Kapfenberg, Mattersburg oder dem LASK als emotionaler Trainer. Dies habe sich seit seinem Amtsantritt beim ÖFB geändert. "Das war eine Diplomatenschule", so Gregoritsch.
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