Immer mehr Infektionen

West-Nil-Virus fordert fünf Tote in Nordmazedonien

Ausland
23.08.2026 18:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das West-Nil-Virus, das von Stechmücken übertragen wird, hat in Nordmazedonien fünf Menschen getötet. Innerhalb weniger Wochen seien 43 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

„Fast jeden Tag wird jemand ins Krankenhaus eingeliefert und die Zahl (der Patientinnen und Patienten) in der Klinik liegt bei etwa 20 bis 21“, sagte der Leiter der Klinik für Infektionskrankheiten in Skopje, Fadil Cana. Bereits Anfang August hatten die Behörden für mehrere Gegenden in und um die nordmazedonische Hauptstadt eine West-Nil-Virus-Epidemie festgestellt.

Die Behörden riefen die Bevölkerung nun auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Mücken keine Brutstätten zu bieten. So sollten sie ihre Swimmingpools leeren und tote Vögel melden, da vermutet wird, dass diese dem Virus als Wirte dienen. In den vergangenen Wochen wurde in dem Land massiv Insektenvernichtungsmittel eingesetzt, insbesondere rund um Bewässerungskanäle und andere Gewässer.

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Fast jeden Tag wird jemand ins Krankenhaus eingeliefert und die Zahl (der Patientinnen und Patienten) in der Klinik liegt bei etwa 20 bis 21.

Leiter der Klinik für Infektionskrankheiten in Skopje Fadil Cana

Auch Österreich betroffen heuer
Das West-Nil-Virus war 2011 erstmals in Nordmazedonien nachgewiesen worden. Bis Ende 2025 wurden 54 Infektionen registriert. In diesem Jahr hat sich die Lage verschärft. Seit Jahresbeginn haben bereits zwölf europäische Länder vor Ort übertragene Infektionen gemeldet, darunter auch Spanien, Griechenland, Frankreich, Deutschland und Österreich. Hierzulande war bisher vor allem das Burgenland betroffen. In Europa treten die meisten Fälle während der Mückensaison zwischen Frühling und Herbst auf, der Höhepunkt ist zwischen Juli und September.

Das Virus wurde erstmals 1937 im West-Nil-Gebiet in Uganda nachgewiesen. Die meisten Infektionen verlaufen asymptomatisch oder mit leichten Symptomen, weshalb nur ein kleiner Teil erfasst wird. Bei ungefähr jeder fünften Infektion kommt es zu Beschwerden. Mögliche Symptome sind Fieber und Zittern. In schweren Fällen kann das Virus bis ins Gehirn gelangen und eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen.

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