Sa, 19. Jänner 2019

Zu viel blaues Licht

04.11.2014 10:12

Computer und Mobiltelefone rauben uns den Schlaf

Stundenlanges Hin- und Herwälzen, bis es endlich Zeit ist aufzustehen – immer mehr Österreicher leiden unter Schlafstörungen. Insgesamt ist bereits ein Viertel der Bevölkerung davon betroffen. Ein Grund für den rapiden Anstieg bei den Schlafstörungen ist das sogenannte blaue Licht, das von Computer, Handys und LED-Lampen ausstrahlt.

Vor dem Zubettgehen noch einmal auf dem Smartphone oder Tablet die sozialen Netzwerke abfragen, weil man ja nichts verpassen möchte. Andere surfen noch spät am Abend im Internet. Das hält die Menschen nachts aber wach, wie eine Studie der Universität Basel ergab. Das mehrheitlich blaue Licht lässt nämlich unsere innere Uhr auf Tag umschalten und verhindert so die Schläfrigkeit.

Licht der Bildschirme hält uns länger wach
Obwohl man den ganzen Tag gestresst war, klappt es dann spät am Abend immer noch nicht mit dem Einschlafen. Die hohen Blaulichtkonzentrationen von Bildschirmen und LED-Beleuchtung  rauben uns also förmlich den Schlaf.

Denn sie beeinflussen die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Auswirkungen sind fatal: Unter anderem werden die Tiefschlafphasen zu Beginn der Nacht verkürzt, mit dem Ergebnis, dass wir uns am Morgen wie gerädert fühlen. "Es gibt bereits Apps, die den Blaulichtanteil rausfiltern", erklärt die Wiener Forscherin Gerda M. Saletu-Zyhlarz, Leiterin eines Schlaflabors.

Im Durchschnitt benötigt ein Erwachsener sieben bis acht Stunden Nachtruhe, wobei unser Schlafbedürfnis genetisch programmiert ist. Der eine ist mit fünf Stunden ausgeschlafen, der andere benötigt neun Stunden, um am Morgen leicht aus den Federn zu springen. Doch die Zahl der Menschen mit Schlafstörungen nimmt zu. Dieses Defizit kann oft auch Auslöser für diverse psychische Störungen sein. Selbst unser Immunsystem und die Insulinproduktion werden davon beeinflusst.

Zu wenig Schlaf macht Kinder dick
Durch die Reduktion des Schlafes geraten zahlreiche Hormone aus dem Gleichgewicht. Schon bei Kindern, die zu wenig schlafen, zeigt sich, dass sie leichter dick werden.

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