So, 19. August 2018

Genehmigung erteilt

23.10.2014 12:06

Tschechien darf AKW Temelin ausbauen

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin hat eine wichtige Genehmigung für seinen Ausbau erhalten - die Zustimmung der staatlichen Atombehörde zum Bau von zwei weiteren Reaktorblöcken. Zwar wurde die entsprechende Ausschreibung im April vom Energiekonzern CEZ aus Rentabilitätsgründen storniert, allerdings gilt die Genehmigung bis 2020, so dass diese bei einer anderen Ausschreibung, die uindes schon geplant wird, verwendet werden kann.

"Es wurden keine ernsten Gründe festgestellt, die uns hindern würden, die Genehmigung zu erteilen", bestätigte Dana Drabova, Chefin der tschechischen Atombehörde SUJB. Allerdings ist die Zustimmung an die Erfüllung bestimmter Bedingungen gebunden. Beispielsweise muss Temelin das Monitoring des Grundwassers unter den geplanten Blöcken verstärken.

Laut der SUJB-Genehmigung dürfen in Temelin zwei neue Blöcke mit einer Leistung von bis zu je 1.700 Megawatt errichtet werden. Die bisherigen zwei Reaktoren verfügen über eine Kapazität von je rund 1.000 Megawatt.

Warten auf neues Konzept der Regierung
CEZ-Sprecher Ladislav Kriz erklärte, Tschechien werde doch neue Atomreaktoren brauchen, so dass man am Temelin-Ausbau-Projekt trotz der Stornierung der ursprünglichen Ausschreibung weiterhin arbeite. "Jetzt warten wir noch, womit die Regierung kommt", sagte Kriz weiter in Anspielung darauf, dass das Kabinett bis Ende des Jahres die Energie-Konzeption des Landes aktualisieren sollte.

Ein neues Auswahlverfahren für den Bau von neuen Reaktoren könnte bereits 2015 ausgeschrieben werden, hieß es in Prager Regierungskreisen. Allerdings ist nicht mehr von zwei Blöcken in Temelin, sondern von einem Block in Temelin und einem im südmährischen AKW Dukovany die Rede.

Bereits im Jänner 2013 hatte Temelin eine Zustimmung vom tschechischen Umweltministerium für die Errichtung von zwei zusätzlichen Reaktorblöcken erhalten. Es handelte sich um das Ergebnis der offiziellen Umweltverträglichkeitsprüfung.

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