Mercedes-Teenager Kimi Antonelli hat auch in Monaco seinen Siegeszug in der Formel 1 fortgesetzt. Der 19-Jährige gewann im Fürstentum zum fünften Mal hintereinander und rast im Eiltempo dem Titel des jüngsten Weltmeisters entgegen. „Es ist unglaublich, was er abliefern kann“, schwärmte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Sonntag. Der Wiener warnte aber vor zu viel Übermut. Ein „Ikarus“-Schicksal soll Antonelli laut Wolff nicht ereilen.
Als zuletzt mit Jarno Trulli vor 22 Jahren ein Italiener auf dem engen Stadtkurs von Monte Carlo gewonnen hatte, war Antonelli noch nicht geboren. Seinen fünften Sieg en suite fuhr der Jungspund in souveräner Manier ein. Antonelli führt nach sechs von 22 WM-Stationen bereits 66 Punkte vor Ferraris Lewis Hamilton, der am Sonntag auf Platz zwei fuhr. Die italienische „Tuttosport“ meinte: „Andrea Kimi Antonelli ist mittlerweile nicht mehr zu stoppen.“
„Ein neuer Rockstar“
Gemäß Wolff sei der Italiener kaum zu bremsen gewesen und hätte, ohne es zu müssen, Fabelzeiten hingelegt. „Nach Lewis haben wir jetzt weltweit einen neuen Rockstar bei Mercedes. Er begeistert die Massen. Von Jung bis Alt. Egal, welches Geschlecht da mitfiebert“, sagte Wolff der Schweizer „Blick“-Zeitung über seinen neuen Star. Wolff warnte aber auch vor schwierigeren Phasen in der noch langen Saison. Demut sei nun angesagt.
Das nächste Rennen steigt kommendes Wochenende in Barcelona, ehe am 28. Juni der Große Preis von Österreich in Spielberg im Kalender steht. Antonelli will „weiter pushen“, wie er in Monaco betonte – und die Lehren aus dem Vorjahr gezogen haben. „Ich versuche, den Druck so gut es geht anzunehmen, denn ich möchte nicht, dass er mich wieder so zermürbt wie letztes Jahr in den europäischen Rennen.“ Vor zwölf Monaten war Antonelli in Monte Carlo 18. und damit Letzter geworden.
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