20.08.2014 14:38 |

"The Expendables 3"

Die Verzichtbaren können es nicht lassen

Zum dritten Mal versammelt Sylvester Stallone seinen gealterten Söldnerhaufen, um dorthin zu gehen, wo es richtig wehtut: "The Expendables" (Kinostart: 22. August), also die Verzichtbaren, bekommen frisches Blut und mit Mel Gibson einen grimmigen Bösewicht. Sonst bleibt alles beim Alten: sarkastische Sprüche, viel Testosteron, große Explosionen und eine Story, die man mit der Lupe suchen muss.

Wer braucht schon eine Geschichte, wenn die größten Actionstars in einem Film versammelt sind: Arnold Schwarzenegger, Harrison Ford, Jet Li, Dolph Lundgren, Wesley Snipes und Jason Statham, dazu Antonio Banderas in einer lustigen Rolle, die allerdings mehr an seinen gestiefelten Kater aus "Shrek" als an Zorro erinnert. Und Kellan Lutz, Ronda Rousey (die einzige Frau im Ensemble), Victor Ortiz und Glen Powell dürfen als Jungspunde den stetig schwelenden Generationenkonflikt anheizen.

Die Oldies und Newbies der Actionfilmbranche geraten diesmal in Konflikt mit einem ruchlosen Waffenschieber (Gibson), der einst die "Expendables" mitgegründet hat und diese nunmehr, nachdem er aufgeflogen ist, endgültig zerstören möchte.

Für die Regie gewann Stallone den Australier Patrick Hughes ("Red Hill"), der sich actionmäßig austoben konnte und diesen Job auch mit Bravour erledigt. Nicht mehr dabei sind Bruce Willis und Chuck Norris, auch die lange gehandelten Jackie Chan, Nicolas Cage, Clint Eastwood und Milla Jovovich kommen frühestens für den vierten Teil infrage, für den bereits Pierce Brosnan und Hulk Hogan fixiert sein sollen.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Die Silberschläfen lassen's wieder ordentlich krachen und sie präsentieren sich kantig-markant und "unkaputtbar", wobei Harrison Ford und Antonio Banderas als Neuzugänge neben unserem dauergestählten Arnie für Schmunzler sorgen, auch wenn sporadische Selbstironie bisweilen knirscht. Recht entbehrlich ist die bemühte Frischzellenkur mit Jungdarstellern wie Victor Ortiz oder Ronda Rousey, weil die Alten eh mehr Biss haben. Fazit: viel Geballer und Testosteron, kurz, ein echtes Herrenabend-Programm.

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