25.01.2006 13:01 |

Bei Überfall getötet

Österreicher in der Karibik ermordet

Bei einem blutigen Überfall in der Karibik ist ein Österreicher getötet worden: Der bereits seit zwei Jahren in der Dominikanischen Republik lebende 61-jährige Niederösterreicher ist in der Nacht auf 13. Jänner in seinem Haus nahe Puerto Plata von Einbrechern erschossen worden, wie das Außenministerium bestätigte.

Seit zwei Jahren lebte der Niederösterreicher in der Dominikanischen Republik. Er hatte sich mit dem Kauf eines Hauses einen Lebenstraum erfüllt. Der ehemalige Direktor einer Automobilfirma war mit seiner 84-jährigen Mutter, seiner Schwester und deren Sohn (28) in das Haus nahe Puerto Plata gezogen. „Das abgelegene Anwesen im Landesinneren wurde erst vor kurzem fertig und von der Familie bezogen“, schilderte sein Freund der „Krone“.

Wollten Schwester als Geisel nehmen
In der Nacht auf den 13. Jänner passierte dann das Schreckliche: Mitten in der Nacht war der Niederösterreicher aufgewacht, weil er Lärm gehört hatte. Als er – mit der Waffe in der Hand – Nachschau hielt, sah er, wie zwei Männer seine Schwester angriffen. Sie wollten sie als Geisel nehmen. Sofort stürzte sich einer der Täter auf den Loosdorfer, viele Schüsse fielen. Einer davon traf den Niederösterreicher tödlich, der Einbrecher starb wenig später im Krankenhaus.

Einbrecher von Hund gestellt
Auch der zweite Einbrecher kam nicht davon: Einer der Hunde der Familie hatte den Mann gestellt und ließ ihn nicht mehr aus den Augen, bis die Polizei kam und dem Mann Handschellen anlegte. Zwei weitere Täter, die vor dem Haus gewartet hatten, wurden ebenfalls festgenommen. Es handelt sich bei den Einbrechern um eine Viererbande, die schon seit längerem gesucht worden war.

Foto: Symbolbild