02.03.2006 14:49 |

"Der beste Weg"

Al-Kaida will Anschläge auf Pipelines

Die Terroristengruppe Al-Kaida hat ihre Gefolgsleute jüngst über das Internet aufgerufen, Pipelines in Saudiarabien und im Irak anzugreifen. Das Unterbrechen der Öl-Versorgung sei der beste Weg, um die US-Wirtschaft zu treffen und die saudische Königsfamilie zu schwächen, hieß es in einem zwei Jahre alten und nun im Internet veröffentlichten Manifest.

Zugleich riet die Gruppe dazu, Ölquellen von den Angriffen auszunehmen, da sie die Lebensadern islamischer Staaten seien. "Angriffe auf Pipelines sind von großem Nutzen, um den Feind zu drangsalieren. Pipelines dürften die neue Front im langfristigen Zermürbungskrieg um Öl und dessen Bedeutung sein", hieß es in dem Manifest, das von dem Al-Kaida-Ideologen Enesi unterzeichnet war. Es sei absolut legitim, die Ölleitungen zu attackieren, die sich "in den Händen der Ungläubigen" befänden. Dazu zählten auch Anlagen im staatlichen Besitz.

Angriffe auf Ölquellen sind laut dem Dokument zu unterlassen, weil sie die Wirtschaft und die Umwelt der betroffenen Bevölkerung schädigen könnten. "Die Quellen werden gebraucht, wenn die muslimische Nation siegen wird und dann ihr Eigentum wieder in Besitz nimmt", schrieb Enesi. Am vergangenen Freitag bekannte sich Al-Kaida zu einem vereitelten Selbstmordanschlag auf die weltgrößte Ölanlage in Saudiarabien.

Foto: Symbolbild