Fr, 22. Juni 2018

Europa-League-Quali

25.07.2014 12:08

St. Pöltens EC-Helden freuen sich auf Eindhoven

Der SKN St. Pölten hat Geschichte geschrieben. Die Niederösterreicher schafften es als erster österreichischer Nicht-Bundesliga-Klub, im Europacup eine Runde weiterzukommen. Beeindruckend war die Art und Weise, wie der 2:0-Erfolg gegen Botew Plowdiw im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag zustande kam. Als Belohnung warten nun zwei Duelle mit PSV Eindhoven.

Daniel Segovia sorgte mit seinen Toren im Alleingang dafür, dass die "Wölfe" weiterhin in Europa heulen dürfen. Beim 1:2 in Bulgarien hatte der Stürmer per Kopf das so wichtige Auswärtstor erzielt, im Rückspiel legte er einen Doppelpack nach. "Für jeden Spieler von uns war es ein Finale. Wir haben super gespielt, es hat alles zusammengepasst, wir sind verdient aufgestiegen", freute sich der 29-jährige Spanier.

Segovia legte per Kopf schon nach sechs Minuten den Grundstein für den Sieg und fixierte den Aufstieg zehn Minuten nach der Pause ausgerechnet in der einzig guten Phase der enttäuschenden Bulgaren. "Er hat schon in den ersten Spielen gezeigt, wie wichtig er sein kann. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben", sagte Coach Herbert Gager.

Gagers Plan ging voll auf
Großes Lob gebührt allerdings nicht nur ihm, setzte doch die gesamte Mannschaft das neue 5-3-2-System mit zwei flexiblen Defensiv-Außenspielern gut um. "Das System hat perfekt gepasst", jubelte Gager. Der Matchplan des Ex-Austria-Trainers ging voll auf. "Du musst einen Plan haben, umsetzen müssen ihn aber die Spieler", gab Gager das Lob an seine Truppe weiter. Voll des Lobes war auch Gottfried Tröstl. "Mir hat imponiert, wie die Mannschaft gespielt hat", sagte der SKN-Vorstands-Vorsitzende.

Der 20-jährige David Stec, der in der vergangenen Saison größtenteils noch in der Landesliga gekickt hatte, zeigte bei seinem Europacup-Startelf-Debüt keine Nervosität. Auf der anderen Seite bekleidete Marcel Holzmann die flexible Außenposition in souveräner Manier. Gemeinsam mit den drei Innenverteidigern Tomasz Wisio, Michael Huber und Martin Grasegger sorgte das Duo dafür, dass die Bulgaren über 90 Minuten quasi ohne echter Torchance blieben. "Es ist sehr selten, dass ein Spiel so läuft, wie man das will. Wir haben die Bulgaren von Beginn an unter Druck gesetzt und waren spielerisch, läuferisch, kämpferisch top", resümierte Gager.

Vorfreude auf Eindhoven
Erst nach dem Erste-Liga-Auswärtsspiel gegen Kapfenberg will sich Gager über Eindhoven den Kopf zerbrechen. "Ich habe mich noch nicht mit dem Gegner beschäftigt, weil man auch nicht davon ausgehen hat können, dass wir weiterkommen. Es gibt aber sicher Schlimmeres als gegen Eindhoven zu spielen", sagte Gager schmunzelnd. Bei seinen Kickern ist die Vorfreude riesengroß. "Es ist für jeden Spieler ein super Gefühl, im Philips-Stadion spielen zu dürfen", meinte Segovia. "Das ist die Kirsche auf der Torte", ergänzte Abwehrchef Wisio.

Die Niederösterreicher wollen sich gegen den niederländischen Tabellenvierten der abgelaufenen Saison neuerlich von der besten Seite präsentieren. "Wir sind sicher kein Freilos für Eindhoven", sagte Dominik Hofbauer. Und auch Holzmann hat Lust auf mehr bekommen. "Es ist einfach saugeil. Wir haben gegen Eindhoven genauso nichts zu verlieren."

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