Mi, 20. Juni 2018

Unter 10 Sekunden?

13.07.2014 14:02

Gatlin jagt 20 Jahre alten Gugl-Rekord

Das beste 100-Meter-Starterfeld in der Meeting-Geschichte soll am Montag auf der Gugl dafür sorgen, dass der 20 Jahre alte Stadionrekord endlich fällt. Angeführt wird das hochkarätige Aufgebot von Olympiasieger und Vizeweltmeister Justin Gatlin. Der US-Amerikaner ist heuer noch ungeschlagen und hält mit 9,80 Sekunden auch die Weltjahresbestzeit. Der Linzer Rekord von 9,94 Sekunden aus dem Jahr 1994 stammt vom Nigerianer Davidson Ezinwa.

"Mit Gatlin haben wir den momentan schnellsten Mann auf dem Planeten am Start – und drei, vier andere, die heuer schon unter zehn Sekunden gelaufen sind. Den Rekord gibt es seit 20 Jahren, natürlich wollten wir schauen, dass er endlich einmal fällt", betonte Robert Wagner, der heuer als Athletik-Direktor der 2012 als Gugl-Games wiederbelebten Veranstaltung auftritt.

Zehn-Sekunden-Schallmauer soll geknackt werden
Die 9,94 sind laut Wagner die überhaupt schnellste jemals in Österreich gelaufene Zeit. Neben dem damals Zweitplatzierten in 9,97 gab es hierzulande noch keine weitere Zeit unter der Zehn-Sekunden-Barriere. Zumindest das Brechen dieser "Schallmauer" sollte Gatlin und Co. bei passenden Witterungsbedingen gelingen.

Gatlin strotzt aufgrund seiner aktuellen Hochform voller Selbstvertrauen. Er sei auf der Suche nach "dem perfekten 100-Meter-Lauf", den er bisher noch nicht entdeckt hat. "Ich arbeite 365 Tage im Jahr daran, ein kompletter Athlet zu sein", meinte der New Yorker am Sonntag. Heuer ist er in neun Rennen unbesiegt und das wolle er auch bleiben. In einem Jahr ohne WM und Olympia hat sich aber etwa Weltrekordler Usain Bolt noch gar nicht gezeigt.

Athletik-Direktor hat keine Bedenken wegen Gatlin
Dass Gatlin nicht nur ein hochdekorierter Star, sondern auch schon zweimal als Dopingsünder überführt wurde, findet Wagner nicht bedenklich. "Er hat seine Zeit abgesessen. Sie können sich vorstellen, dass solche Athleten zehn Mal mehr getestet werden als andere. Ich habe da keine Bedenken", meinte Wagner über den 2006 wegen eines Testosteronbefundes zunächst für acht und später nach einem Einspruch für vier Jahre gesperrten Olympiasieger von Athen.

Seit seiner Rückkehr hat Gatlin unter anderem Olympia-Bronze 2012 und WM-Silber 2013 geholt. Seine Leistungsentwicklung sei nachvollziehbar, betonte Wagner. Anders sieht er die Situation von erst seit Kurzem wieder startberechtigten Dopingsündern wie Tyson Gay. Der Ex-Weltmeister sei derzeit kein Thema. "Er hat angefragt, aber wir haben ihn nicht genommen. Ich will mir das ein, zwei, Jahre anschauen und dann kann es sein, dass er hier läuft", erläuterte Wagner.

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