Im Salzburger Zentralraum wird der Zuzug laut Prognose stark bleiben. Bis zum Jahr 2040 soll die Bevölkerung im Bundesland Salzburg auf 585.000 Einwohner anwachsen. In zwei Bezirken ist gar ein Bevölkerungsrückgang zu erwarten.
Salzburgs Bevölkerung ballt sich im Zentralraum rund um die Stadt und wird im Gebirge immer weniger. Diese schon länger anhaltende Entwicklung wird sich fortsetzen, zeigen die jüngsten Prognosen der Salzburger Landesstatistik und der Statistik Austria. Nach der jüngsten Vorhersage der Landesstatistik wird Salzburgs Bevölkerung von aktuell rund 573.000 bis zum Jahr 2040 auf rund 585.000 Einwohner wachsen. Die Entwicklung wird dabei in den verschiedenen Bezirken ziemlich unterschiedlich ausfallen.
Am stärksten wird der Bevölkerungsrückgang im Lungau ausfallen. Ein Minus von mehr als 1000 Einwohnern auf unter 20.000 bedeutet einen Rückgang von fünf Prozent. Ein Minus – wenn auch nur leicht um 0,7 Prozent – ist die nächsten knapp 15 Jahre laut Landesstatistik auch im Pinzgau zu erwarten.
Weiter stark wachsen wird mit mehr als vier Prozent dagegen der Flachgau, der schon vor wenigen Jahren die Stadt Salzburg als Bezirk mit den meisten Einwohnern überholt hat. Daran wird sich in den kommenden Jahren nichts ändern.
Immer weniger Junge und immer mehr Ältere
Interessant: Die Statistik Austria hat zuletzt für Salzburg etwas andere Zahlen veröffentlicht, nämlich einen Bevölkerungsrückgang schon bis 2040. Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, führt das auf widersprüchliche Daten aus der Flüchtlingsbewegung nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 zurück. Wanderungsbewegungen zwischen den Bundesländern seien dadurch überschätzt worden. „Das wird dann fortgeschrieben in die Zukunft“, sagt Filipp. Bald werde sich dieser Prognosefehler aber wieder eingependelt haben.
Insgesamt wird aus der Salzburger Bevölkerungspyramide aber immer stärker ein Baum mit schlanker Basis und breiter Krone. Das heißt: Immer weniger Junge stehen immer mehr Älteren gegenüber.
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