







20 Jahre March Hochwasser 2006: Ein Dokumentarfilm mit Stimmen aus der Region und Archivaufnahmen, der die Ereignisse des Hochwassers 2006 entlang der March erzählt. Treibende Kraft: Thomas Norek, damals 15 Jahre alt.
Der Jugendliche wird wohl nie die Zeit vergessen, als er den Entschluss fasste, Feuerwehrmann zu werden: Das war jedenfalls nach 3.30 Uhr vor knapp 20 Jahren: Der marode Marchdamm brach trotz aller Stabilisierungsversuche – die Jahrhundertflut 2006 rauschte in den Heimatort des 15-Jährigen, Dürnkrut im Bezirk Gänserndorf. Es folgte ein Ausnahmezustand, der den heute 35-Jährigen immer noch prägt. Und all jene, deren Hab und Gut die Wasserwalze vernichtete – die Fläche war rund ein Drittel des Ortes.
Trotz Maßnahmen von Heer, Floriani & Co. war der Damm nicht zu „flicken“
„Es gab im Vorfeld massiven Einsatz, um eben dieses Szenario zu verhindern“, erinnert sich der Selbstständige Filmgestalter, der heute noch von Dürnkrut aus im Teleworkinggeschäft arbeitet: „Helikopter warfen Sandsäcke ab, die in der Flut quasi ,verschwanden’, Panzer ebneten Wege in das schlammige Gebiet.“
Zwei Jahrzehnte später und nach vielen Arbeitsstunden
Im Kreise von Floriani-Kollegen kam die Idee auf, das Geschehen von damals wieder in Erinnerung zu rufen – idealerweise in einem Dokumentarfilm und mit Stimmen aus der Region und Archivaufnahmen der Anrainer. Das Projektergebnis: Dreieinhalb Stunden packender Momente. Dem Multimedia-Profi gelang es sogar, die Rechte für Filmmaterial von den damaligen Berichten des ORF zu ergattern. Das Schneiden und Kürzen fiel schwer – das Ergebnis liegt nun als filmischer Zweiteiler mit „nur“ zweieinhalb Stunden vor.
Schneiden und Kürzen fiel schwer – es kamen viele Filmminuten zusammen. Das Ergebnis liegt nun als Zweiteiler mit zweieinhalb Stunden vor – Pause: 30min.

Thomas Norek führt eine Digi-Firma in Dürnkrut
Bild: FF Dürnkrut
Zu sehen sind tiefgreifende Schicksale und authentisches Dokumaterial. Vorgeführt wird am 10., 11. und 12. April in der Bernsteinhalle Dürnkrut, so Norek: „Es wird Gänsehaut geben, wichtig sind aber Momente des Erinnerns, Zusammenhalts und Blicke in die Zukunft.“
Man kommt nur mit Karte rein, das Kontingent geht bereits zur Neige: Alles unter https://hochwasser.feuerwehr-duernkrut.at/








Der offizielle Trailer:
Film lässt auch Kritik an damals möglichen Versäumnissen nicht aus
Wer schon einen Blick in das Werk machen konnte, dem ist vielleicht auch aufgefallen, dass der FIlm durchaus neutral ist – in der Wahl der Anrainer als auch bezüglich deren Meinungen: Es kommen – teils weinende – Menschen zu Wort, die nicht verstehen, warum man seitens der Politik im Vorfeld den Damm nicht mit relativ wenig Aufwand verstärkt hat. An einer Stelle brach er durch, eine durchgehende Kontrolle mit Reparaturen oder Verstärkungen an „Schwachstellen“ hätte viel Leid und finanzielle Sorgen verhindern können. Sprechen Betroffene offen aus, wo sie die wirkliche „Lücke“ sehen – das war vor 20 Jahren, wohlgemerkt. Es stellt sich die Frage: Das Klima war vor zwei Jahrzehnten noch keine Hochschaubahn, wie es in der Gegenwart immer öfter der Fall ist. Vorbauen im Wortsinn ist angesagt – aber alle Luken dicht, das wird auf Dauer besonders kleinräumig nicht gelingen.

Gemeinsam mit den Wassermengen der Thaya führte die March beim Zusammenfluß nahe Angern in zwei Tagen alle Jahresmaxima seit 1951 um die Hälfte. Obwohl die Niederschläge nachließen, stieg die March weiter. Oberhalb von Angern kam es in der Folge am 3. und 4. April zu Dammbrüchen bei Jedenspeigen, Stillfried und Mannersdorf. Diese Dämme hatten bereits renoviert werden sollen, befanden sich aber noch im Stadium der UVP, sodass keine erweiterten Schutzfunktionen erreicht werden konnten.
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