Es war am Freitagabend knapp vor der Öffnung des Hauptzeltes der großen „Augustwiesn“, als die Sintflut über Hollabrunn hereinbrach. Nach dem nächtlichen Schock folgten am Samstag Aufräumarbeiten – im Vordergrund stand das Festgelände. Freiwillige stellten den Zustand so weit wieder her, dass Samstagabend die Party weiterging.
Es war ein Inferno, wie es bisher im ganzen Weinviertel noch nicht gegeben hat: Über den genauen Vorgang wird noch berichtet. Aber – was bringt die Menschen dazu, gerade dieses Projekt wieder ins Laufen zu bringen?
Wenngleich ein Wechselbad der Gefühle so kurz nach dem Ereignis durchzuhören ist, ist Eventchef Alexander Rausch überzeugt: Gerade jetzt! Denn es haben so viele Freiwillige an „ihrem“ Veranstaltungsereignis Nummer eins im Jahr mitgewirkt, dass es jetzt nicht den Bach heruntergehen soll, sind alle acht im Veranstalterteam des „Hollabrunner Volksfestvereins“ überzeugt.
Allein die Eröffnung der 70. Auflage des Traditionsfestes (mit Pausen dazwischen) war mit Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ein feierlicher Akt. „Wir haben unsere traditionellste Veranstaltung wieder“, freuten sich viele.
Stopp-Taste wäre verkehrte Reaktion
„Es gab keine Verletzten und viel Glück im Spiel“, ist für den Vereinschef die wichtigste Grundlage, überhaupt an eine Weiterführung gedacht zu haben. Andererseits fanden – obwohl selbst von Schäden betroffen – viele den Aspekt gut, gerade jetzt nicht auf die Stopp-Taste zu drücken.
Es gab keine Verletzten und viel Glück im Spiel.
Vereinschef aus Hollabrunn
„Das Engagement der Freiwilligen war unfassbar – von Schadensreparaturen an privaten Häusern oder öffentlichen Einrichtungen. Am Samstagnachmittag wurde auch schon die große Tennishalle bereits wieder blitzblank gesäubert, wie die „Krone“ beim Lokalaugenschein respektvoll verzeichnete. Warum sollte man jetzt betrübt nach Hause gehen?
Es wurde das Gelände aufgebaut, auch für Benefiz
Weitere (Hinter-)Gründe: Hollabrunn behauptet sich weiter als erlebnisreiche Stadt. Zudem war der Benefiz-Aspekt ebenfalls ausschlaggebend: „Lions und Rotarier bezogen wieder ihre Stände, die Zuliefer-Firmen bekamen kein Storno, die Hotelzimmer sind weiterhin belegt – und vieles mehr, argumentiert Wurm.
„Trotz aller schockierenden Momente und Anstrengungen: Die Hollabrunner zeigten, dass man gemeinsam auch unter schwierigsten Bedingungen viel erreichen kann!“
Details über das Unwetter selbst, warum vieles gerade noch gut ging und wieso Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ein Katastrophengebiet ausrief, sind in einem weiteren Online-Bericht Thema.
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