24. Juni 2014

Kaka und die Kritiker

Sport
24.06.2014 10:31
Auch das imposante Stadion Nacional war bereits eine Stunde vor Anpfiff fast zur Gänze gefüllt. In Brasilia wird die Selecao unterstützt wie im ganzen Land. Aber sonst wirkt ausgerechnet Brasiliens Hauptstadt so ganz und gar nicht brasilianisch: Hohe, moderne Häuser, breite Straßen, wenig Armut, so gut wie keine Bettler, sauber. "Diese Stadt wurde erschaffen, um Probleme zu lösen", erzählen die Einheimischen. Was zumindest in ihr selbst gelungen zu sein scheint.

Auf die Seleção traf das gestern trotz des klaren Sieges nur bedingt zu. Abgesehen von der Neymar-Show wirkte die Offensive vor allem vor der Pause wieder ebenso harm- wie ideenlos. Und ganz verstummen werden die Kritiker auch jetzt nicht. Jene, die hinterfragen, warum etwe Robinho nicht einmal im Kader ist. Oder Ronaldinho. Oder Kaka. Der 32-Jährige war 2007 noch Weltfußballer des Jahres. Er ist in Brasilia geboren. In seiner Heimatstadt saß er gestern auch nur als Fan im Stadion wie 69.112 andere. Und war dennoch einer der wenigen, der sich nie der öffentlichen Kritik anschloss.

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