Boliden zu schnell?

Bearman-Unfall befeuert weiter Reglement-Debatte

Formel 1
29.03.2026 14:09
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Unfall des Briten Oliver Bearman in seinem Haas am Sonntag beim Formel-1-Grand-Prix von Japan hat Diskussionen ausgelöst. Messungen ergaben, dass der 20-Jährige bei dem Crash extremen Beschleunigungskräften ausgesetzt war. „Das war schon beängstigend“, so Haas-Teamchef Ayao Komatsu. 

„Zum Glück ist es gut gegangen“, ließ Bearman selbst wissen. Er hat sich beim Zwischenfall keine Knochenbrüche, aber eine schwere Knieprellung zugezogen.

Hoher Geschwindigkeitsüberschuss
Er hatte in der 22. Runde die Kontrolle über sein Auto verloren und war mit hohem Tempo seitlich in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Danach verließ er humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht den Unfallort. Das Geschehen befeuerte die Debatte über das Technik-Reglement, in der die Zusatzkräfte durch den höheren Elektroanteil des Motors eine große Rolle spielen. Bearman kam mit hohem Geschwindigkeitsüberschuss an den vor ihm fahrenden Franco Colapinto im Alpine heran.

„Es ist merkwürdig“
„Es ist wirklich merkwürdig. Es ist eine Kurve, die wir voll fahren, und er war mehr als 50 Stundenkilometer schneller als ich“, erklärte Colapinto. Bearman nahm ein Zucken des Argentiniers wahr, wollte ausweichen, geriet neben die Strecke und drehte sich. Prompt brach im Fahrerlager erneut eine Diskussion über notwendige Regelanpassungen aus, um die Risiken der neuen Richtlinien zu begrenzen.

FIA will detailliert analysieren
Der Weltverband (FIA) reagierte zwei Stunden nach dem Rennen mit einem Statement: „Jegliche Anpassungen, insbesondere im Bereich des Energiemanagements, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen.“ Für April seien schon seit der Einführung der Regeln eine Reihe von Treffen aller Formel-1-Beteiligten geplant, um mögliche Änderungen zu bewerten. Wegen der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien steht der nächste WM-Lauf erst am 3. Mai in Miami an.

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