Vor 68.351 Zuschauern zeigte die Schweiz aber eine keineswegs überzeugende Leistung. Die Hitzfeld-Elf, die die Qualifikation ohne Niederlage absolviert hatte, agierte in der Defensive fehleranfällig, offensiv lief lange Zeit wenig zusammen.
Verdiente Führung für Ecuador
Ecuador war in der ersten Halbzeit aktiver, zeigte den technisch besseren Fußball und ging verdient in Führung. Enner Valencia kam nach einem Freistoß von Jaimen Ayovi vier Meter vor dem Tor völlig unbedrängt zum Kopfball und verwertete sicher (22.). Ayovi hatte sich dabei den Ball wenige Zentimeter außerhalb jener Zone aufgelegt, die der usbekische Schiedsrichter Irmatow mit seinem Spray markiert hatte. Einen Vorteil zog er daraus allerdings nicht.
Danach fanden aber auch die Schweizer besser ins Spiel. Die Einschätzung von ÖFB-Teamchefs Marcel Koller, der der Auswahl seines Heimatlandes Probleme im Sturm attestiert hatte, bewahrheitete sich aber. Spielerisch konnte die "Nati" die Abwehr der Südamerikaner zunächst nicht in Verlegenheit bringen, das Rezept mit Weitschüssen führte auch nicht zum Erfolg.
Joker retten der Schweiz den Sieg
In der Pause reagierte Hitzfeld. Der deutsche Erfolgstrainer brachte Mehmedi für Stocker und bewies damit eine glückliche Hand. Gerade zwei Minuten war Mehmedi auf dem Feld, als er einen Rodriguez-Eckball zum Ausgleich über die Linie köpfelte.
Es entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Teams Chancen zum Sieg hatten. Valencia (59., 74.) und Montero (66.) scheiterten für Ecuador, Shakiri traf für die Schweiz nur das Außennetz (73.). Zudem setzte sich die Serie der Fehlentscheidungen fort. Schiedsrichter Irmatow gab ein Tor der Schweizer Solo-Spitze Josip Drmic nicht, er entschied fälschlicherweise auf Abseits (70.).
Siegestreffer in der Nachspielzeit
In der Nachspielzeit hatte zunächst Arroyo die Chance zum Last-Minute-Sieg, er vertändelte aber in bester Position (93.). Und im Konter schlugen die Schweizer durch Seferovic zu, der in der 75. Minute aufs Feld gekommen war.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.