Oft ist für Post-Covid-Patienten jeder Arztbesuch mit einem riesigen Kraftaufwand verbunden. Um ihnen das Leben leichter zu machen, sollen mobile Teams im neuen Versorgungskonzept eingebunden werden, meint die Grazer KPÖ. Sie will eine Petition an die Landesregierung richten.
In der Steiermark entsteht ein dreistufiges Versorgungsmodell für ME/CFS-Patienten – wir haben berichtet. Endlich sollen Erkrankte eine zentrale Anlaufstelle bekommen und fächerübergreifend betreut werden. Reaktionen aus Politik und Ärzteschaft ließen nicht lange auf sich warten.
Noch bevor das Konzept in die Umsetzung geht, lässt die Grazer KPÖ-Gemeinderätin Amrei Lässer, die selbst Ärztin ist, mit einer wichtigen Ergänzung aufhorchen: „Gerade bei schwer Erkrankten kann der Weg zu einer Ordination oder Ambulanz zu einer erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung führen.“ Lässer empfiehlt eine „aufsuchende Versorgung, die medizinische, pflegerische und therapeutische Expertise zu den Menschen nach Hause bringt“. Hierfür könne man auf bestehende mobile Teams zurückgreifen.
Gerade bei schwer Erkrankten kann bereits der Weg zu einer Ordination oder Ambulanz zu einer erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung führen. Darum ist eine systematisch verankerte aufsuchende Versorgung, die medizinische, pflegerische und therapeutische Expertise zu den Menschen nach Hause bringt, so dringend nötig.

Amrei Lässer
KPÖ-Gemeinderätin
Bild: Foto Fischer
Und Lässer hat einen weiteren Vorschlag: Es brauche eine spezialisierte Pflegegeldberatung für ME/CFS-Patienten. Oft werden ihnen Reha-Gelder aberkannt, und Symptome als psychosomatisch dargestellt. Indem man auf Beratung statt Gutachten und Gerichtsverfahren setzt, könne man sich Irrwege und Kosten sparen. Lässer bringt kommende Woche einen dringlichen Antrag im Gemeinderat ein – in weiterer Folge soll eine Petition an die Landesregierung gerichtet werden.
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