Es sollte eine Zeit der Vorfreude sein – und des gründlichen Frühjahrsputzes. Mit diesem bereiten sich die Iraner auf ihr Neujahrsfest Nouruz vor. Es ist ein Fest der Familie und des Neuanfangs, ein Triumph des Lichts über die Dunkelheit. Ein Fest der Hoffnung.
Am 20. März um 15.46 Uhr unserer Zeit, genau im Moment der Frühlings-Tagundnachtgleiche, läuten Millionen von Menschen nicht nur im Iran das neue Jahr ein. Im Zentrum der Feierlichkeiten steht der Haft-Sin-Tisch, der mit Symbolen für Erneuerung, Leben und Segen gedeckt ist. Mit Äpfeln zum Beispiel, die für Schönheit stehen, und bunten Eiern für den Neubeginn. Das Gewürz Sumach soll mit seiner roten Farbe an den Sonnenaufgang erinnern.
Wie schwer wird es den Iranern wohl fallen, diesen in der Dunkelheit des Kriegs zu erkennen. In einem Himmel, der keine Freude mehr in sich trägt, wie Leila, eine Künstlerin aus Teheran, im „Spiegel“ meinte. Früher habe sie ihn geliebt, heute macht er ihr Angst. „Wenn ich nach oben schaue, denke ich: Was, wenn etwas auf mich fällt? Ich hasse den Himmel.“ Aus ihm regnete es schwarze Tropfen, als Israel ein Öllager bombardierte. Der Ruß und der Staub zerstörter Häuser verhöhnten den festlichen Frühjahrsputz. „Angst und Verwirrung sind überall. Wir wissen nicht, wie das enden wird.“
Vielleicht ist Nouruz für die Iraner wichtiger denn je. Für diese Hoffnung, dass die Freiheit über die Unterdrückung triumphiert. Und das Licht über die Dunkelheit.
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