Bürokratie sorgt im Alltag vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer wieder für Frust. Formulare, komplizierte Verfahren und langwierige administrative Abläufe erschweren nicht nur das Arbeitsleben, sondern auch viele Bereiche des täglichen Lebens. Die Arbeiterkammer Tirol will das nun ändern und legt ein umfassendes Forderungspaket für den Abbau bürokratischer Hürden vor.
AK-Präsident Erwin Zangerl bringt es dabei auf den Punkt:
„Der Bürokratieabbau darf nicht nur für die Wirtschaft gelten, sondern muss auch die Beschäftigten entlasten.“

Erwin Zangerl, AK-Präsident
Bild: AK Tirol/ Berger
Zu viele Regeln – auch im Alltag
Zwar haben viele gesetzliche Regelungen ihre Berechtigung – doch in manchen Bereichen sei es schlicht zu viel des Guten. Komplexe Vorgaben und bürokratische Abläufe können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausbremsen und in aufwendige Verfahren verwickeln.
„Manche gesetzlichen Regelungen und bürokratischen Vorgänge sind einfach überschießend“, heißt es aus der Arbeiterkammer. Die Folge: unnötig komplizierte Prozesse, die nicht nur Zeit, sondern auch Energie kosten.
Hürden in vielen Lebensbereichen
Die Expertinnen und Experten der AK Tirol haben sich daher gezielt auf die Suche nach bürokratischen Hemmnissen gemacht. Und sie wurden fündig – in zahlreichen Lebensbereichen:
Von Arbeitsrecht und Bildung über Konsumentenpolitik und Jugendthemen bis hin zu Verkehr, Ökologie sowie Steuer-, Miet- und Wohnrecht finden sich laut AK zahlreiche Beispiele, bei denen Regelungen vereinfacht werden könnten.
Forderungen an Bund und Land
Aus den gesammelten Punkten entstand ein umfangreicher Fragenkatalog mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung und die Tiroler Landesregierung. Ziel ist es, administrative Abläufe einfacher, schneller und verständlicher zu gestalten.
ARBEITSRECHT
JUGEND
ENERGIE & UMWELT
SOZIALRECHT
BILDUNG
STEUERRECHT
BILDUNG
ENERGIE & UMWELT
SOZIALRECHT:
„Unser Ziel ist es, auf diese bremsenden Regelungen aufmerksam zu machen“, betont AK-Präsident Zangerl. Und weiter: „Alle Arten von behördlichen Vorgängen und gesetzlichen Regelungen sollen für die Arbeitnehmer:innen so einfach und effizient wie möglich gestaltet werden.“
Politischen Entscheidungsträger nun am Zug
Mit dem Forderungspaket will die Arbeiterkammer die Diskussion über Bürokratieabbau neu anstoßen – und den Fokus stärker auf die Situation der Beschäftigten richten.
Zangerl sieht nun vor allem die Politik in der Pflicht:
„Nun ist es an den Entscheidungsträger:innen, diese Vorschläge umzusetzen.“

Erwin Zangerl, AK-Präsident
Bild: AK Tirol/ Berger
Denn eines steht für die AK Tirol fest: Bürokratieabbau darf nicht nur Unternehmen zugutekommen – auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen davon spürbar profitieren.