04.01.2006 16:42 |

Vergleich lohnt sich

400 Prozent Preisdifferenz bei No-Name-Produkten

Die Arbeiterkammer hat in einem Supermarkt-Produkttest eklatante Preisunterschiede bei Eigenmarken festgestellt. Demnach können Billigartikel in einem Geschäft bis zu vier Mal teurer sein als in einem anderen. Trotzdem fährst du damit günstiger, denn im Schnitt sind No-Name-Produkte aber immer noch um die Hälfte billiger als Markenartikel.

Grundpreise vergleichen lohnt sich
"Die stark zunehmende Armut, die mangelnde Kaufkraft, die hohen Wohnungs- und Energiekosten zwingen immer mehr, zu günstigeren Artikeln zu greifen", sagt AK-Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Es lohne sich daher, den Grundpreis näher unter die Lupe zu nehmen, da die Packungsgrößen so unterschiedlich sind, so Delapina weiter.

Bis zu 395 Prozent Preisdifferenz
Der Warenkorb-Test zeigt: Bei den jeweils billigsten Produkten in den einzelnen Supermärkten gibt es saftige Preisunterschiede bis zu 395 Prozent. So kostet z.B. ein Kilogramm der billigsten Erdäpfel im günstigsten Fall 20 Cent, im teuersten Supermarkt 99 Cent. Auch beim griffigen Weizenmehl macht die Preisdifferenz beachtliche 287 Prozent aus. Ein Kilo wird zwischen 23 und 89 Cent verkauft. Allerdings gebe es bei manchen Produkten auch Qualitätsunterschiede, die sich im Preis ausdrücken.

Markenware doppelt so teuer wie No-Name-Produkte
Gängige Markenprodukte sind doppelt so teuer wie Nicht-Marken-Produkte. Für 100 Gramm Vollmilchschokolade zahlen Verbraucher durchschnittlich 38 Cent. Eine Marken-Schokolade kann hingegen schon 79 Cent kosten, also um 109 Prozent mehr. Ein Kilogramm der billigsten Tafeläpfel kostet rund 60 Cent, ein Kilogramm Jona-Gold-Äpfel können 1,79 Euro kosten - das sind um knapp 200 Prozent mehr.

"Bio" kostet am meisten
Wer auf Bioprodukte steht, muss dafür noch tiefer ins Geldbörsel greifen. Konsumenten zahlen für Bioerzeugnisse um durchschnittlich 282 Prozent mehr als für Nicht-Bio-Produkte.

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