Mitten in Penzing leben Dutzende Japanwachteln weiter im Dreck – und niemand greift durch. Die Stadt Wien gibt sich uneinsichtig, Anrainer zeigen sich fassungslos: Man habe gehofft, dass nach dem Einsatz dauerhaft Ruhe einkehre – und die Tiere in bessere Hände kommen.
Zwei Wochen nach dem Einschreiten der Stadt Wien – wir haben berichtet – dürfte es in der „Wachtelfarm des Grauens“ zu keiner nennenswerten Verbesserung für die Tiere gekommen sein. Damals wurden bei der Razzia auf Weisung der MA60 (Veterinärbehörde) die stark verschmutzten und winzigen Käfige geöffnet und die Tiere auf den Boden „umgesiedelt“.
Laut Behörde handle es sich nun um „Bodenhaltung mit sauberer Einstreu“, die weitere Ausgestaltung sei „in Arbeit“. Doch wie lange lässt sich die für Tierschutz zuständige Behörde von dem selbst ernannten „Wachtelbauern von Penzing“ auf der Nase herumtanzen?
Schmutziges Tier-Verlies
Das dunkle „Abstellkammerl“ ist alles andere als ein geeigneter Platz zur Vogelhaltung, die Tiere leben jetzt vielmehr auf einer Müllhalde mit Messie-Tendenzen. Auf „Krone“ Anfrage betont die MA60, dass die Haltung überprüft wurde und gesetzlich entspreche. Man sei im ständigen Austausch mit dem Tierhalter und weitere Kontrollen seien geplant.
Das ist kein Tierschutz, sondern Versagen der zuständigen Behörde. Zwei Wochen sind vergangen, und es wurde nichts wesentlich verbessert.

Maggie Entenfellner, „Krone“ Tierecke
Bild: Reinhard Holl
Nur Genügend, statt Befriedigend
„Man könne nur das verlangen, was im Gesetz stehe“, so eine Sprecherin der Behörde. Unverständlich: warum wird immer nur das unterste Mindestmaß eingefordert und das Tierwohl komplett außen vor gelassen? Langsam müsste Tierschutz-Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ein Machtwort sprechen, um bei seinen Wählern glaubhaft zu bleiben.
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