Weiterhin gibt es von der Gemeinde Saalfelden keine Bewilligung für die Umbauten am Hinterlehen Gut. Der „DDR-Bauer“ ist mit seinem Einspruch gegen den Bescheid abgeblitzt. Die Arbeiten am Umbau wurden im vergangenen Jahr behördlich gestoppt.
Kein Ende im Drama um das Hinterlehen Gut in Saalfelden. Dieses wurde wie berichtet von einem österreichischen Immo-Investor gekauft. Noch immer gibt es Zweifel, dass dieser auch Landwirt ist. „Krone“-Leser wissen: Nur Bauern dürfen auch landwirtschaftliche Flächen in Salzburg erwerben. Der Käufer hatte einen ehemaligen Mastbetrieb aus der DDR als Referenz für seine Eignung angegeben. Ein Landwirt dürfte er dennoch nie gewesen sein.
Unmittelbar nach dem Kauf hat der Besitzer mit Umbauten begonnen. Diese werden ihm jetzt zum Verhängnis. Denn eine Abrissgenehmigung hat es nie gegeben, weshalb die Arbeiten behördlich gestoppt wurden. Deshalb hat er im Nachhinein die Bewilligung für die Umbauten beantragt. Da aber das Wohnhaus bereits abgerissen wurde, fehlt jetzt die Grundlage für die Genehmigung. Dafür bräuchte es ein Wohngebäude samt Wirtschaftsgebäude...
Käufer ist schon in der Vergangenheit aufgefallen
„Es ist ein Drama ohne Ende in unendlichen Akten“, so der Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer (Grüne), der schon lange gegen den Kauf in Saalfelden angekämpft hat.
Für ihn gibt es nur einen Weg. „Der Käufer muss zurück an den Anfang und alles von vorne machen. Da muss er auch erklären, wie er es betreiben will. Das jetzige Konzept stimmt ja nicht und könnte mit einer Landwirtschaft nie finanziert werden.“ In der nächsten Instanz müsste das Landesverwaltungsgericht über den Bescheid entscheiden.
Der Käufer ist scheinbar kein unbescholtener. Das geht aus Unterlagen aus dem Jahr 2017 hervor.
Da hat die Landespolizeidirektion Wien einen Festnahmeantrag gegen ihn gestellt. Der Grund: Verdacht auf Untreue und Betrug in der Höhe von jeweils mehr als 300.000 Euro. Auch ein moldawischer Pass des Mannes wirft Fragen auf.
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