In der Fastenzeit

Lackner: „Die Welt geht ohne Tanzen unter!“

Salzburg
21.02.2026 07:00

Die Fastenzeit ist sogar für den Salzburger Erzbischof eine Herausforderung. Wie er verzichtet, warum ihm das Beten manchmal schwerfällt und was die „Seitenblicke“ damit zu tun haben – die „Krone“ hat nachgefragt. 

„Das Schwerste ist die sinnliche Ebene!“ Wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet das Sinnliche den Salzburger Erzbischof Franz Lackner in der Fastenzeit fordert. Das innerliche Leerwerden um die Tür zum Sinn nach Gott zu öffnen, praktiziert er natürlich auch selbst. Und anders als viele Enthusiasten, die mit strahlenden Augen vom Heilfasten erzählen, seufzt Lackner, wenn er darüber spricht.

Für ihn gilt die Devise: ganz oder gar nicht! „Das Maß halten fällt mir schwer“, gibt der Erzbischof zu. Also verzichtet er lieber komplett auf etwas als dass er nur weniger konsumiert. Verzichten muss er unabhängig von der Fastenzeit eh schon auf einiges beim Essen, weil er an leichtem Diabetes leidet. Süßigkeiten nascht er in der Fastenzeit aber gar nicht. Also lieber ein Starkbier? Nein, der Erzbischof trinkt generell keinen Alkohol.

Fußball, Formel 1 und die „Seitenblicke“
Was am schlimmsten für ihn ist: weniger fernsehen! „Ich muss nun wirklich nicht jedes Fußballspiel oder Formel-1-Rennen ansehen!“, sagt Lackner der „Krone“. Doch seine Vorsätze, nur die Nachrichten zu schauen und dann auszumachen, hat er schon des Öfteren gebrochen. „Und dann nur kurz den Sport und dann schaue doch noch die ,Seitenblicke‘ und bleibe hängen“, sagt er und klingt ganz zerknirscht. „Ein innerer Kampf“, den er verliert – „obwohl ich es wollte!“

Wer glaubt, dass ein Erzbischof immer gerne betet, der irrt – gerade mit dem Gebet am Abend tut sich Lackner etwas schwer: „Der Abend braucht die Sinne und nicht geistlich-innerliche Stille!“ Als Kind hat er besonders das Fleisch vermisst. Als Jugendlicher das Weggehen: „Man glaubt, die Welt geht ohne das Tanzen unter!“

Heuer steht die Fastenzeit für Lackner für die Zufriedenheit mit sich selbst: „Der Frieden beginnt in uns.“ Er zitiert einen Spruch von Viktor Frankl: „Die Tür zum Glück geht nach innen auf.“ Trotzdem freut er sich schon auf die Ostermahlzeit.

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