Ein trauriges Emoji, ein kurzer Satz – und eine weltweite Debatte: Mit einem ungewöhnlich persönlichen Posting auf seiner Plattform X hat Elon Musk Millionen Menschen erreicht und die alte Frage neu entfacht, ob Geld tatsächlich glücklich macht.
„Wer auch immer gesagt hat: ,Geld kann kein Glück kaufen‘, wusste wirklich, wovon er sprach“, schrieb der Chef von SpaceX und Tesla auf X (vormals Twitter). Der Beitrag wurde innerhalb kurzer Zeit zig Millionen Mal aufgerufen und zehntausendfach kommentiert.
Vermögen wächst fast unaufhaltsam
Musk gilt derzeit als der reichste Mensch der Welt. Laut dem „Bloomberg Billionaires Index“ wird sein Vermögen auf rund 668 Milliarden US-Dollar geschätzt – umgerechnet etwa 560 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der zweitreichste Mensch der Welt, Google-Mitgründer Larry Page, kommt demnach auf rund 285 Milliarden Dollar, das sind etwa 240 Milliarden Euro.
Allein seit Jahresbeginn ist Musks Vermögen um rund 49 Milliarden Dollar gewachsen (etwa 41 Milliarden Euro), unter anderem dank der hohen Bewertung von SpaceX und der angekündigten Zusammenführung mit seinem KI-Unternehmen xAI.
Musk hat recht, aber nicht ganz
Die Wissenschaft zeichnet ein differenziertes Bild. Der Soziologe David Bartram von der University of Leicester erklärte gegenüber „Business Insider“, dass Wohlstand und Glück zwar zusammenhingen, es aber klare Grenzen gebe. Der Zugewinn an Lebenszufriedenheit nehme mit steigendem Vermögen deutlich ab. „Sobald man ein paar Millionen hat, ist alles Weitere für das persönliche Glück bedeutungslos“, so Bartram. Für sehr wohlhabende Menschen liege Glück eher darin, etwas Sinnvolles zu tun und andere respektvoll zu behandeln.
Ähnlich argumentiert der US-Wissenschaftler Matthew Killingsworth von der Wharton School gegenüber dem Portal. Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigte, dass Zufriedenheit mit steigendem Einkommen zunimmt. In einer späteren Arbeit aus dem Jahr 2024 kam Killingsworth jedoch zum Schluss, dass das „notwendige Einkommen“ für Glück immer weiter nach oben rückt. Zwar untersuchte seine Analyse keine Millionäre oder Milliardäre, er hielt es jedoch für „plausibel“, dass sich dieses Muster auch bei extrem Vermögenden fortsetzt.
Polarisierende Figur zunehmend nachdenklich
Musk selbst äußerte sich zuletzt mehrfach zur Frage von Sinn und Erfolg. In einem Podcast im November sagte er, man solle danach streben, mehr beizutragen, als man nehme. Wer nützliche Produkte und Dienstleistungen entwickle, dem folge finanzieller Erfolg von selbst – nicht umgekehrt.
Abseits seiner Unternehmen steht Musk seit Jahren wegen seines Privatlebens und politischer Positionen im Fokus. Er hat mit mehreren Partnerinnen mehr als ein Dutzend Kinder. Zuletzt wurde er öffentlich mit der Risikokapitalgeberin Shivon Zilis gesehen. Gleichzeitig ist Musk eine polarisierende Figur, nicht zuletzt wegen seiner Rolle als Eigentümer von X.
Zuletzt in Epstein-Files aufgetaucht
Zudem tauchte sein Name in jüngst veröffentlichten Akten im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf. Die Unterlagen zeigen E-Mail-Kontakte aus den Jahren 2012 bis 2014. Musk betonte wiederholt, er habe Einladungen Epsteins abgelehnt und kein Fehlverhalten begangen. Allein die Erwähnung in den Akten ist dabei natürlich kein Hinweis auf strafbares Verhalten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.