Rabenhof-Premiere

Uschi Strauss und Ernst Molden zündeln in Döbling

Kultur
19.02.2026 13:00

Im Wiener Rabenhof feiert am Donnerstag, 19. Februar, mit „Döbling Burning“ Ernst Moldens neues Singspiel Premiere – mit Ursula Strauss als Großmutter! Hausherr Thomas Gratzer inszeniert den bittersüßen Spaß mit großem Ensemble (Alina Schaller, Skye MacDonald, Christoph Krutzler, Gerald Votava) und Live-Band.

Liedermacher Ernst Molden ist der Mann, wenn es um die erfolgreiche Wiederbelebung des Alt-Wiener Singspiels geht. Am Donnerstag, 19. Februar,  feiert im Wiener Rabenhof sein vierter Streich „Döbling Burning“ Premiere.

„Das Alt-Wiener Singspiel ist im Wurschtlprater in großen, hölzernen Theatern aufgeführt worden. Da wurden Gassenhauer, die die ganze Stadt gekannt hat, gesungen. Dazwischen hat es eine klitzekleine Handlung gegeben“, erklärt Molden im „Krone“-Gespräch, „,Döbling Burning‘ ist mehr ein Stück als meine anderen. Hier geht es schon um Tragödien und es ist ein bisschen persönlicher als die anderen. Es ist eine Art märchenhafter Totentanz. Es geht auch um eine seltsame, geisterhafte, unschuldige Liebe. Es geht ein bisschen um die Kritik am Kapitalismus der Neureichen in Döbling. Dort habe ich meine ersten 15 Jahre verbracht, in genau so einer Struktur, die ich beschreibe, obwohl die Figuren völlig andere sind!“

An seiner Seite Ursula Strauss: „Normalerweise machen der Ernst und ich zusammen Lieder, aber diese Form der künstlerischen Zusammenarbeit hier ist jetzt noch einmal eine andere Ebene, weil wir uns noch einmal anders kennenlernen“, so Strauss, „ich ihn mehr geschichtenschreibend als Autor und er mich als Schauspielerin auf der Bühne.“ Was ist ihre Rolle? „Ich spiele die Großmutter, eine resche Godl vom alten Schlag. Sie steht für einen Wertekonservativismus, der Angst hat, der Veränderung anheimzufallen. Sie hat Humor, ist vollkommen crazy, schon mehr drüben als herüben und spürt daher die Geister. Ich singe mit Gerald Votava ein Lied, das heißt ,Die alte Ordnung wankt‘, und man kommt nicht daran vorbei, das mit dem aktuellen Zustand der Welt zu verbinden. Irgendwie steht Döbling gerade für die ganze Welt!“

Das Live-Theatererlebnis ist für Strauss wichtiger denn je. „Der Mensch profitiert voneinander am meisten in Live-Situationen. Wir haben Sehnsucht nach dem Zauber des Moments, Authentizität und Wahrhaftigkeit!“ Für wen ist „Döbling Burning“ gemacht? Molden: „Ich glaube, in allen Altersgruppen gibt es eine kleine Teilmenge, die sich auf diese Art Kunst einigen kann und das heißt, wir sind generationenübergreifend. Ich nenne es gerne diese typische Rabenhof-Mischung (lacht) und ich nehme an, dass wegen der Uschi sicher Leute kommen und ein paar Leute wegen meiner Songs kommen!“

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