Spannendes Programm

Diese Tore öffnet Polestar in den nächsten Jahren

Motor
19.02.2026 13:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einem für die E-Mobilität herausforderndem Umfeld tritt der schwedische Autohersteller Polestar jetzt die Flucht nach vorne an: Markenchef Michael Lohscheller gibt Einblicke in die Produktstrategie der nächsten drei Jahre, die vier neue Modelle umfasst.

Schon im Sommer dieses Jahres kommt der bereits bestellbare Polestar 5 auf den Markt, ein 5,09 Meter langer und 250 km/h schneller Oberklasse-Gran-Turismo, mit dem Polestar unter anderem Porsche Taycan und Panamera ins Visier nimmt. Das Modellprogramm startet mit einer 550 kW/748 PS starken Version, die 118.900 Euro kostet. Darüber hinaus gibt es eine Variante mit 650 kW/884 PS. Perspektivisch dürfte die Baureihe nach unten und weiter nach oben abgerundet werden.

Polestar 5
Polestar 5(Bild: Polestar)
(Bild: Polestar)

Im vierten Quartal 2026 folgt eine ergänzende Variante des 4,84 Meter langen und ab 59.990 Euro teuren Polestar 4, dessen coupéhafte Karosserie mit einer Heckpartie ohne Rückfenster die Kundschaft aktuell polarisiert. Lohscheller spricht im Zusammenhang mit der neuen Version von Schweden als „Land der Kombis“, und wer mit einer entsprechenden Karosserievariante des Polestar 4 rechnet, dürfte nicht ganz falsch liegen.

Polestar 2 Erster mit neuer Handschrift
Und schon Anfang 2027 kommt die zweite Generation der Limousine Polestar 2, völlig neu entwickelt und gestaltet. Sie ersetzt die aktuelle Baureihe, die 4,61 Meter lang ist und ab 51.190 Euro kostet. Das derzeitige Modell wird seit 2020 gebaut, 2023 erfolgte eine umfassende technische Überarbeitung. Der neue Polestar 2 dürfte die erste Baureihe sein, welche die Handschrift von Chefdesigner Philipp Römers trägt.

2028 kommt dann ein völlig neu entwickeltes Kompakt-SUV namens Polestar 7 auf den Markt, mit dem sich die Marke erstmals in das größte Elektroauto-Segment in Europa überhaupt bewegt. Lohscheller spricht von einem „äußerst attraktiven Preis“ und deutet damit an, dass Polestar trotz entsprechender Qualitäten preisliche Distanz zu den deutschen Premium-Marken halten will.

Und was ist mit dem Roadster?
Der noch frische Polestar 3 bleibt erst einmal unverändert, und was in der Aufzählung fehlt, ist der vormals angekündigte Roadster Polestar 6. Doch der Umstand, dass seine Modellbezeichnung in der Nomenklatur freigeblieben ist, beweist, dass dieses Projekt keineswegs gestorben ist. Im Gespräch deutet Lohscheller an, dass der Einstieg ins Volumensegment Vorrang hat, der Polestar 6 aber wieder Fahrt aufnehmen wird. Zuletzt wurde der Polestar 6 als Concept Car in einer extrem sportlichen Variante namens BST (Beast) gezeigt.

Polestar BST
Polestar BST(Bild: Polestar)

Bei einem Thema lässt Lohscheller nicht mit sich reden: Es soll keine Range Extender geben, also Verbrennungsmotoren, mit denen die Batterien während der Fahrt aufgeladen werden können. Auch wenn Konkurrenzmarken wie Genesis und auch Schwestermarken im Geely-Konzern auf diesen Pfad oder sogar auf Plug-in-Hybride setzen: Polestar bleibt eine reine Elektromarke. (Jens Meiners)

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