Andreas Herzog:

„Kann keiner ernst nehmen, der reinste Wahnsinn!“

Bundesliga
19.02.2026 07:33
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Sorry, aber das kann keiner mehr Ernst nehmen. Das ist der reinste Wahnsinn!“ In seiner Kolumne schreibt Österreichs Kult-Zehner Andreas Herzog über die oft schnellen Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga.

Die Bilanz in unserer Liga ist der beste Beweis dafür, dass der Trainersessel immer mehr zum Schleuderstuhl verkommt. Was mich anzipft, ist, dass der Fußball in Interviews immer mehr zur Phrasendrescherei verkommt. Du hörst anfangs, wie toll der Trainer mit seiner Philosophie zum Klub passt – oft nur zwei, drei Monate später soll das Gegenteil der Fall sein? Sorry, aber das kann keiner mehr Ernst nehmen. Das ist der reinste Wahnsinn!

Daher gehören auch die Sportchefs, die in Krisenzeiten gern schnell auf Distanz zum Coach gehen, mehr zur Verantwortung gezogen – spätestens beim zweiten Rauswurf in ihrer Amtszeit sollten auch sie gehen müssen. Zumal sie es sind, die Spieler verpflichten – gelegentlich mal welche, die der Trainer gar nicht so unbedingt braucht. Und immer wieder mal bittere Abgänge nicht kompensieren können: Sturm hat den Verlust seiner Torjäger Biereth und Hojlund nie auffangen können, ebenso wenig Salzburg jenen der Innenverteidiger Pavlovic und Solet. Und Rapid wartet bis heute auf einen würdigen Nachfolger für den Mittelfeld-Strategen Sangare.

Ich bin froh, dass es zu meiner Zeit noch Persönlichkeiten wie Otto Rehhagel gab: Er war in Bremen Trainer und Sportdirektor in Personalunion, hat mir bei zwei Treffen klar gemacht, dass er mich unbedingt verpflichten will – und ich wusste, dass Werder die richtige Wahl ist.

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