Olympiasiegerin Rädler

„Habe gespürt, dass sie immer hinter mir stehen“

Vorarlberg
16.02.2026 05:55

Olympiasiegerin Ariane Rädler aus Möggers erzählt im „Krone“-Interview von der gewaltigen Gemeinschaft in ihrem Heimatdorf und ihre Gefühle nach der Goldmedaille, die sie selbst noch nicht immer ganz realisieren kann.

Ariane Rädler, Sie sind 15 Stunden zurück in der Heimat, wie hat es sich angefühlt bei der Heimkehr nach Möggers?
Ich habe mich irrsinnig gefreut, weil ich immer gespürt habe, dass die Dorfgemeinschaft hinter mir steht. Ich habe mich sehr auf meinen Vater gefreut. Wir sind am Abend alle zusammengesessen. Ich bin sehr heimatverbunden, es freut mich, wieder hier zu sein.

Haben Sie die Stimmung daheim nach dem Gewinn von Gold mitbekommen?
Möggers ist eine kleine Gemeinde mit großem Zusammenhalt. Ich habe realisiert, dass man im Liftstüble ordentlich gefeiert hat. Ich selbst habe mich zurückgehalten, weil ich ja noch den Super-G zu fahren hatte.

Im Liftstüble in Möggers wurde mitgefiebert und gefeiert.
Im Liftstüble in Möggers wurde mitgefiebert und gefeiert.(Bild: Privat)

War es möglich, den Fokus nach dem Sieg noch zu halten?
Ich habe Gold genossen, machte mir keinen Druck mehr. Das Umfeld im ÖSV-Team hat uns geholfen. Am Tag nach der Kombination habe ich noch Riesentorlauf trainiert, ich konnte mich bestens auf den Super-G vorbereiten.

Und dann so knapp die zweite Medaille verpasst...
Der vierte Platz mit 0,01 Sekunden Rückstand war zuerst sehr ärgerlich, aber dann kam der Gedanke an Gold zurück, da war es leichter zu ertragen.

Die Weltmeisterschaft vor einem Jahr in Saalbach verlief enttäuschend, was haben Sie in diesem Jahr geändert?
Ich habe versucht, Olympia nicht zu groß werden zu lassen. Ich habe mir vorgenommen, die Spiele zu genießen und auch mentale Hilfe in Anspruch genommen. Das ist mir so gut gelungen, dass ich heute als Olympiasiegerin dastehe. Vollständig habe ich das noch immer nicht realisiert.

Ariane Rädler und Katharina Huber jubelten nach der Siegerehrung.
Ariane Rädler und Katharina Huber jubelten nach der Siegerehrung.(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)

Was ging Ihnen bei der Siegerehrung durch den Kopf?
Meine Gedanken kreisten um den Tod meiner Mutter vor mehr als sechs Jahren, die vier Kreuzbandrisse und die mühsame Zeit danach. Und Genugtuung über das nun Erreichte.

Ihre Mama war in Cortina dabei...
Ich habe nach meinem Rennen Mama gebeten, dass sie meiner Freundin Kathi Huber hilft, einen guten Lauf zu fahren. Ich bin sicher, sie hat uns geholfen.

Beim Empfang war ganz Möggers auf den Beinen, da gab es ungemein viel Herzlichkeit.
Ja. Es war so schön, mit all den Menschen in meinem Heimatort feiern zu können.

Beim Empfang in Möggers zeigte sich der große Rückhalt der Gemeinde.
Beim Empfang in Möggers zeigte sich der große Rückhalt der Gemeinde.(Bild: GEPA)

In welcher Form haben sie die Familie und die Gemeinde stets begleitet?
Der Lift in der Nähe des Elternhauses war die Basis für den Skirennsport. Meine Eltern haben Trainerausbildungen gemacht. Sie sind Woche für Woche mit meinem Bruder Riccardo und mir zu Rennen gefahren. Um uns die Skihauptschule und Stams zu ermöglichen, mussten sie auf viel verzichten. Der Skiklub hat uns immer unterstützt, viel Zuspruch gab es während der schwierigen Zeiten, das hat mir schon über einiges weggeholfen.

Haben sie von Olympia neben Skifahren auch noch etwas mitbekommen?
Kaum. Die Rodler haben wir gelegentlich getroffen. Es war alles auf unsere Rennen ausgerichtet. Jetzt werde ich die zweite Olympia-Woche im TV genießen.

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