Lawinenalarm am Freitagnachmittag auf der Wildspitze in den Ötztaler Alpen in Tirol. Mehrere Wintersportler wurden von Schneemassen erfasst und verschüttet. Die Wintersportler konnten inzwischen befreit werden.
Das Unglück ereignete sich laut „Krone“-Informationen kurz vor 14 Uhr auf dem Normalanstieg von Vent über den Klettersteig Richtung Mitterkarjoch (3470 m). Der deutsche Tourengeher (26) wurde von einer Lawine erfasst und verschüttet.
Drei Hubschrauber im Einsatz
Via Leitstelle Tirol wurden die Bergrettung Sölden, der Polizeihubschrauber Libelle Tirol und die Notarzthelikopter Alpin 2 und Martin 8 alarmiert. Auch zwei Hundeführer wurden zur Unglücksstelle geflogen.
Von Begleiter befreit
Laut Simon Scheiber von der Bergrettung Sölden wurde die verschüttete Person – nur eine Hand ragte noch aus dem Schnee – vom Tourenpartner (28) befreit und der Crew von Martin 8 übergeben – der Deutsche zog sich laut ersten Informationen Verletzungen an der Schulter zu. Das Unglück hatte sich im Bereich des Klettersteigs am Übergang zum Gletscher ereignet.
Weitere Lawinenabgänge: Verschüttet in Serfaus
Zuvor hatte es in Tirol schon Lawinenalarm gegeben. In Ischgl, Pfunds und im Bereich Muttekopf bei Imst gingen die Lawinenabgänge aber zum Glück alle glimpflich aus. Kritischer war der Lawinenabgang in Serfaus: Dort löste ein 47-Jähriger ein Schneebrett aus und wurde von den Schneemassen erfasst und fast vollständig verschüttet. Er konnte von seinen Begleitern nach wenigen Minuten geborgen werden und wurde nicht verletzt.
Verbreitet Gefahrenstufe 3
In den südlichen Regionen Nordtirols herrscht am Freitag verbreitet Lawinenwarnstufe 3 von 5. „Lawinen können weiterhin leicht ausgelöst werden. Lawinen können im Altschnee anbrechen. Sie sind meist mittelgroß. Vorsicht vor allem an steilen West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze“, warnt der Lawinenwarndienst Tirol in seinem aktuellen Bericht.
Die Gefahrenstellen seien schwer zu erkennen. „Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin. Fernauslösungen sind vereinzelt möglich.“
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