16. Mai 2014

Es gibt noch Gentlemen im Fußball

Sport
16.05.2014 09:16
Pacta sunt servanda - das sind meine kargen Erinnerungen an den Lateinunterricht. Zu Deutsch: Verträge sind einzuhalten! Im Profifußball ticken die Uhren aber anders: Verträge werden geschlossen, um sie aufzulösen oder gar zu brechen – da hat’s auch die FIFA-Rechtsabteilung in den verschiedenen Gremien schwer.

Nehmen wir das Beispiel Thomas Tuchel, Erfolgstrainer bei Mainz in der deutschen Bundesliga: Der hat einen Vertrag bis Sommer 2015, will aber nicht mehr und hat seinen Rücktritt erklärt. Mainz steht fassungslos da und lässt sich von ihm vorführen.

Vertragsbrüchige Kicker haben es viel schwerer: Spieler sind bei den Verbänden registriert und bedürfen verbandsrechtlicher Freigabeerklärungen. Das brauchen Trainer rechtlich nicht -eine Freigabe ist nicht notwendig, und so fährt Thomas Tuchel, von Experten beraten, mit Mainz Schlitten: Mainz, wie es singt und lacht einmal anders...

Da hat sich Gerald Baumgartner bisher gegenüber St. Pölten ganz anders verhalten: keine Einigung mit Grödig auf Vereinsebene, daher auch kein Wechsel. "Gentlemen Agreement" nennt man dies im Fachjargon, rechtlich natürlich so gar nicht haltbar, aber vereinzelt gibt es sie doch noch!

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