"Wir freuen uns, offiziell bestätigen zu können, dass ein Konsens erzielt werden konnte", teilten die Leipziger mit. "Wir werden nun in allen Bereichen mit Hochdruck den Start in die zweite Bundesliga vorbereiten." Bei einem negativen Bescheid hätte ein langwieriger Rechtsstreit gedroht.
Für die Lizenzerteilung einigten sich die DFL und RB Leipzig auf einen Kompromiss: In Zukunft wird der Verein mit einem neuen Logo antreten und auch seine Führung von Geldgeber Red Bull unabhängiger besetzen. Der Klub hat diese Bedingungen der DFL zwar noch nicht gänzlich umgesetzt, sich aber dazu verpflichtet, dies zu tun.
Mateschitz drohte mit Abzug aus Leipzig
Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hatte in der vergangenen Woche angekündigt, sein Unternehmen könnte bei Nichterteilung der Lizenz das Projekt Leipzig ad acta legen. "Wir wollen eine Einigung, aber nicht um jeden Preis. Bei Nichterteilung der Lizenz könnten wir uns nur aus Leipzig zurückziehen", so Mateschitz, der aber auch seine Kompromissbereitschaft signalisierte. "Alle bemühen sich um einen Konsens, und ich glaube, dass er erreicht werden wird", sagte der Steirer.
Dieser ist nun offensichtlich da. "Durch die verbindliche Erklärung, seine Gremien künftig mit mehrheitlich unabhängigen Persönlichkeiten zu besetzen sowie das bisherige Logo mit Blick auf die Anforderungen der UEFA zu verändern, hat der Klub die wesentlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb im Konsens erfüllt", erklärte Harald Strutz, Vorsitzender des Lizenzierungsausschusses. "Einer Lizenzierung steht daher nichts mehr im Wege."
DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ergänzte: "Der Satzung des Ligaverbandes liegt das Leitbild eines offenen Vereins zugrunde. Die nun zugesagten Änderungen der Mitwirkungs- und Gestaltungsrechte der Vereinsmitglieder erfüllen diese Anforderung." In den vergangenen Wochen hatte sich der Streit um die Lizenz von RB Leipzig zu einer hitzig geführten Debatte um die Mitbestimmung in deutschen Fußballklubs entwickelt. Viele Fans befürchten, dass nun weitere Investoren dem Beispiel von RB Leipzig folgen werden.
Juristen sahen RB im Vorteil
Viele Rechtsexperten waren dagegen der Meinung, dass RB Leipzig juristisch im Vorteil war und vor ordentlichen Gerichten sogar die "50+1"-Regel der DFL hätte kippen können. Die Regelung in den DFL-Statuten soll verhindern, dass Investoren die Mehrheit an den als Kapitalgesellschaften organisierten Klubs erlangen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.