Für Ultraschall-Geräte

US-Konzern baut Standort in Oberösterreich aus

Oberösterreich
11.02.2026 13:50
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der US-Medizintechnikkonzern GE Healthcare baut seinen Ultraschall-Standort in Zipf in Oberösterreich aus. Bis Ende 2027 soll die Produktionskapazität von 20.000 auf 30.000 Geräte pro Jahr erhöht werden. Die Zahl der Mitarbeiter ist heuer bereits gestiegen, um 45 auf rund 450.

Der Personalstand soll weiter steigen, abhängig davon, ob auch die Forschung und Entwicklung ausgebaut wird. Das soll sich im Laufe des Jahres entscheiden, wie Österreich-Chef Gerald Seifriedsberger am Mittwoch sagte.

In Zipf würden nicht nur Bier, sondern auch Ultraschallgeräte für alle Welt entwickelt und produziert, sagte Seifriedsberger. Das Portfolio in Zipf soll von Gynäkologie auf Kardiologie und Chirurgie erweitert werden. GE Healthcare habe alle seine internationalen Standorte evaluiert und sich entschieden, in Zipf zu investieren. Dies sei eine langfristige Verpflichtung gegenüber der Region, so Seifriedsberger. Ein Grund sei die hohe Mitarbeiterqualität gewesen, es gebe in Österreich viele Absolventen technischer Schulen.

Die Geschichte des Standortes in Zipf geht bis ins Jahr 1947 zurück, seit 2001 gehört das Werk zu GE Healthcare. Ein in Zipf entwickeltes Ultraschallgerät namens Voluson hatte für den Durchbruch der Ultraschalldiagnostik bei Schwangerschaftsuntersuchungen gesorgt. Eine Verbindung zum Zipfer Bier gibt es aber auch. Gegründet wurde Kretztechnik, so der ursprüngliche Name, nämlich von Paul Kretz, einem Ingenieur aus der gleichnamigen Bierbrauer-Familie.

Regierung bewirbt Österreich bei ausländischen Unternehmen
GE Healthcare gab die Investitionsentscheidung in Wien am Rande eines Standortkongresses der Bundesregierung bekannt. „Sie werden es kein einziges Mal bereuen, sich für Österreich entschieden zu haben“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) in der gemeinsamen Pressekonferenz. Er kündigte an, die zuständige Standortagentur, die Austrian Business Agency (ABA), neu auszurichten, entsprechend der neuen Industriestrategie, die sich auf neun Schlüsseltechnologien fokussiert. Laut ABA haben 2025 internationale Unternehmen rund 900 Millionen Euro in Österreich investiert.

Mit dem Kongress „Meet Austria“ soll Österreich bei ausländischen Firmen als Standort beworben werden. Erwartet werden rund 320 Unternehmensvertreter aus 30 Ländern. Seitens der Regierung nehmen neben Hattmannsdorfer unter anderem Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) teil.

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