Gegenüber einem 65-jährigen Mann aus dem Kanton St. Gallen gab sich der dreiste Anrufer als Mitarbeiter der Hausbank aus. Er teilte dem Senior mit, dass Geld von dessen Konto gestohlen worden wäre. Man werde ihm aber behilflich sein, dieses wieder zurückzubekommen.
Als der gutgläubige Senior erneut angerufen wurde, forderte der Betrüger ihn auf, das Programm „AnyDesk“ zu installieren. Dadurch konnte sich der Anrufer via Fernzugriff auf den Computer des 65-Jährigen zu schaffen machen – und hatte auch Zugang auf das Bankkonto des Opfers. Schnell waren mehr als 500.000 Franken auf Konten im Ausland überwiesen. Ob der Senior, der dies erst viel später merkte, das Geld jemals wiedersehen wird, steht in den Sternen.
Warnung vor Fernzugriffsprogrammen
Für die Schweizer Polizei ist dies nicht der erste Betrugsfall dieser Art, denn die miese Masche erlebt derzeit ein Comeback. Täter behaupten jeweils, dass es Sicherheitsprobleme mit Bankkonten, Versicherungsdaten oder dem Computer der angerufenen Person gebe. Um das angebliche Problem zu beheben, fordern sie die Installation von Fernzugriffsprogrammen wie beispielsweise „AnyDesk“ oder „TeamViewer“. Sobald der Zugriff gewährt wird, übernehmen die Täter den Computer, manipulieren Online-Banking-Vorgänge oder stehlen persönliche Daten.
In mehreren Fällen wurden in der benachbarten Schweiz hohe Geldbeträge abgebucht oder Konten vollständig leer geräumt, ohne dass die Betroffenen den Diebstahl sofort bemerkten. Die Kantonspolizei St. Gallen warnt daher eindringlich vor den Telefonbetrügern. Keine Bank, keine Behörde und keine Polizei verlange jemals Fernzugriff, Passwörter, Codes oder andere persönliche Daten. Ebenso werde nie jemand dazu aufgefordert, Bargeld oder Wertsachen zu übergeben.
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