125.000 Euro Schaden

Investment-Betrug: 37-Jährige landet vor Gericht

Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Für die kriminellen Machenschaften ihres Freundes hatte eine 37-jährige Ungarin ihre Bankkonten zur Verfügung gestellt. Am Landesgericht Feldkirch musste sich am Montag die in der Schweiz wohnhafte Frau als Beitragstäterin verantworten.

Mehrere Opfer waren dem damaligen Partner der Ungarin auf den Leim gegangen, indem sie dem Mann ihr Geld für lukrative Investments anvertraut hatten. Geld sahen die Opfer am Ende nicht. Der Schaden ist mit rund 125.200 Euro jedoch beträchtlich.

Scheingeschäfte über Bankkonto der Beschuldigten abgewickelt
Unterstützt wurde der Betrüger von der 37-jährigen Angeklagten, die ihm über einen Zeitraum Februar 2021 bis Oktober 2023 ihr Bankkonto für die Scheingeschäfte zur Verfügung stellte. Von den kriminellen Machenschaften ihres Ex-Partners will die nun wegen des Verbrechens des gewerbsmäßig schweren Betrugs als Mittäterin Angeklagte nichts gewusst haben. Ein Opfer allerdings behauptet, dass die Beschuldigte bei den Investment-Gesprächen in der gemeinsamen Wohnung in Dornbirn zugegen gewesen sei und die Aussagen des Mannes als seriös abgenickt habe.


Ex-Partner sitzt bereits hinter Gittern 
„Bei dem Haupttäter handelt es sich um einen berufsmäßigen Betrüger, der bereits viele Leute um ihr Geld gebracht hat und rechtskräftig zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt wurde“, sagte Staatsanwältin Lisa Pfeifer. Der Mann hatte mehrere Personen angesprochen und sich als reicher Geschäftsmann ausgegeben, der im Investment tätig sei. Die Opfer investierten mehrere zehntausend Euro, die sie auf das Konto der Angeklagten überwiesen. Das böse Erwachen kam, als sich der Investor samt Barschaft nach Ungarn absetzte und fast zweieinhalb Jahre untertauchte.

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Bei dem Haupttäter handelt es sich um einen berufsmäßigen Betrüger, der bereits viele Leute um ihr Geld gebracht.

Staatsanwältin Lisa Pfeifer

Seine nunmehrige Ex-Lebensgefährtin bestreitet unterdessen, mit den kriminellen Machenschaften etwas zu tun gehabt zu haben. „Er hat mir nie gesagt, was er beruflich macht. Ich sei zu dumm, meinte er.“ Allerdings sei sie immer davon ausgegangen, dass sein „Business“ seriös ist. Ihre Bankomatkarte habe er damals einfach an sich genommen, mit der Begründung, dass seine Karte gesperrt sei und er für seine Geschäfte eine Kontoverbindung benötige.

Im Zeugenstand entlastet der aus der Haft vorgeführte Ex-Partner die Frau: „Sie hat mit der Sache absolut nichts zu tun. Sie wusste von nichts. Ich bin für alles verantwortlich, was vorgefallen ist.“ Auch Opfer entlasten die Angeklagte teilweise. Weitere Zeugen sind nötig, der Prozess wurde vertagt.

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