Claudia Gamon:

„Gemeindefusionen dürfen kein Tabu mehr sein“

Vorarlberg
10.02.2026 15:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Neos-Chefin Claudia Gamon will angesichts der katastrophalen finanziellen Lage der Gemeinden offen über Zuständigkeiten, Finanzierungsverantwortung und über Gemeindestrukturen sprechen.

Die finanzielle Lage der Vorarlberger Gemeinden ist alarmierend, die Pro-Kopf-Verschuldung ist hoch, Tendenz steigend. Aus Sicht von Neos-Chefin Claudia Gamon ist das Problem hausgemacht. Mitverantwortlich am Desaster sei Landeshauptmann und Finanzreferent Markus Wallner, der sich aber gemütlich zurücklehne. „Das ist kein Krisenmanagement. Das ist Führungsversagen.“ Bürgermeister quer durch alle Parteien würden vor einem finanziellen Kipppunkt warnen. Der Landeshauptmann aber reagiere mit Schulterzucken und würde auf den Bund verweisen. „Damit nimmt er sich selbst aus der Gleichung heraus. Das ist bequem, das ist gleichgültig und es ist verantwortungslos!“

Zitat Icon

Die Diskussion über Gemeindefusionen darf nicht tabuisiert werden. Notwendig ist auch eine klare Neuordnung der Aufgaben zwischen Bund, Land und Gemeinden

Claudia Gamon, Neos

Besonders kritisch sehen die Pinken das System: „Das Land verteilt Aufgaben, Umlagen und Pflichtbeiträge, ohne die Finanzierungsverantwortung ehrlich mitzudenken“, erläutert Gamon. Solange Strukturen nicht reformiert werden, bleibe den Gemeinden nur zwei Optionen: investieren auf Pump oder Leistungen zurückfahren. Doch auch die Verantwortlichen in den Kommunen seien nicht ohne Schuld: „Die Gemeinden haben jahrelang Geld ausgegeben, als würden nie schlechtere Zeiten anbrechen können.“

Problem nicht auf nächste Ebene verschieben
Für die Neos ist klar, dass in dieser Lage auch unbequeme Themen diskutiert werden sollten: „Wir müssen offen über Zuständigkeiten, Finanzierungsverantwortung und auch über Gemeindestrukturen sprechen. Die Diskussion über Gemeindefusionen darf nicht tabuisiert werden. Andere Bundesländer zeigen, dass Gemeinden dadurch oft finanziell stabiler und leistungsfähiger werden.“ Ebenso notwendig sei eine klare Neuordnung der Aufgaben zwischen Bund, Land und Gemeinden. „Gesundheit, Pflege, Kinderbetreuung – all das braucht klare Zuständigkeiten und eine transparente Finanzierung. Alles andere ist ein Verschieben von Problemen auf die nächste Ebene und auf die nächste Generation.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Vorarlberg Wetter
3° / 6°
Symbol Regen
5° / 9°
Symbol Regen
2° / 10°
Symbol Regen
2° / 9°
Symbol Regen
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt