Seit Jahresbeginn 2026 gelten neue Richtlinien für den Vorarlberger Bildungszuschuss. Durch deutlich höhere Fördersätze für Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss und eine neue Einkommensstaffelung soll das Förderinstrument noch treffsicherer werden.
Seit 2004 ist der Vorarlberger Bildungszuschuss das zentrale Instrument, um vor allem Arbeitnehmer finanziell zu unterstützen. Nun haben die Projektpartner (Land Vorarlberg, AK Vorarlberg, Wirtschaftskammer Vorarlberg und AMS) die Richtlinien grundlegend überarbeitet, um die Bildungsförderung noch treffsicherer zu gestalten. Profitieren sollen Menschen, für die ein Lehrabschluss oder eine berufliche Weiterbildung bisher finanziell nicht machbar war. Das Förderinstrument umfasst verschiedene Angebote – vom Bildungskonto für Vollzeitausbildungen bis zur Bildungsprämie für Berufstätige.
Chancen für beruflichen Aufstieg
Für AK-Präsident Bernhard Heinzle ist der offene Zugang zu Aus- und Weiterbildung eine Frage der sozialen Gerechtigkeit: „Wir beobachten seit langem, dass Arbeitnehmer, die bereits über ein hohes Bildungsniveau verfügen, sich leichter und öfter weiterbilden. Auf der anderen Seite sind die Hürden für jene, die maximal über einen Pflichtschulabschluss verfügen, besonders hoch. Mit den neuen Richtlinien verringern wir die finanziellen Hindernisse massiv und eröffnen echte Aufstiegschancen für Menschen mit geringem Einkommen oder ohne Lehrabschluss.“
Investition in Wirtschaftsstandort
Für Wirtschaftslandesrat Marco Tittler ist die Reform eine strategische Investition in die Zukunft des Landes: „Ein starker Wirtschaftsstandort braucht Menschen, die bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Mit dem Bildungszuschuss sorgen wir dafür, dass sie diese Chance auch wahrnehmen können.“ Auch WKV Präsident Karlheinz Kopf betont die Bedeutung qualifizierter Mitarbeiter: „Die Vorarlberger Unternehmen sind auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Mit der Neuausrichtung des Zuschusses unterstützen wir die Menschen in den Betrieben direkt und stärken die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer Region.“ AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter hebt die Schutzschildfunktion hervor: „Qualifikation ist der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Mit dem neuen Fokus erhöht der Bildungszuschuss die Arbeitsmarktchancen der Menschen in Vorarlberg nachhaltig.“
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