Mit ihren am Samstag in der Schweiz gelaufenen 7,27 Sekunden über 60 Meter ist Isabel Posch aktuell die schnellste Österreicherin. Es war zudem die beste Zeit einer ÖLV-Athletin seit 17 Jahren. Damals war Bettina Müller-Weissina in Paris eine Hundertstel schneller gewesen – für Posch eine unerwartete Leistungsexplosion.
„Ich bin wirklich extrem überrascht, dass es gerade so gut läuft“, strahlte Isabel Posch nachdem sie am Samstag beim Nationalen Hallenmeeting in Magglingen (Sz) ihren Vorarlberger Landesrekord über die 60 Meter verbessert hatte. Zum dritten Mal in dieser Saison.
Magglingen als guter Boden
Bereits Ende Jänner war sie bei einem Wettkampf in Magglingen im Vorlauf in 7,35 Sekunden um eine Hundertstel unter ihrer persönlichen – im Februar 2024 in Linz aufgestellten – Bestmarke geblieben. Eine Zeit, die sie dann im Finale von nochmals um 0,04 Sekunden unterbieten konnte, ehe sie am Samstag in 7,27 noch mal schneller war. „Zeiten, die ich vor einigen Wochen sicherlich mit Handkuss genommen hätte“, gestand die 25-Jährige, die sich keine großen Ziele für die Hallensaison gesteckt hatte. „Da es der erste Aufbau mit meinem Coach Christian Gutgsell ist, wussten wir nicht, wie ich das Training annehme. Wir wollten keinen Druck aufbauen. Das Ziel war es, einfach nur Spaß zu haben.“
Erinnerungen an Megasaison
Den hat die Fußacherin, die für die TS Lustenau antritt, im Moment spürbar. „Es ist fast ein bisschen wie in der Saison 2023“, erinnert sich die Studentin der Ernährungswissenschaften. „Damals konnte ich in Götzis schon früh meine Ziele erreichen, hatte Selbstvertrauen und ging befreit in die Wettkämpfe.“ Eines der Resultate: Bei der Universiade in Chengdu (Chn) stellte Posch mit 6107 Zählern einen VLV-Rekord im Siebenkampf auf und holte Gold.
Freiluft-EM in England
Heuer winkt im Sommer die Teilnahme bei der Freiluft-EM in Birmingham (Eng), schon im März ein Start bei der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun. „Dass ich bei der WM dabei bin, glaube ich aber erst, wenn ich es schriftlich habe“, bleibt Isabel zurückhaltend. Mit ihrer neuen Rekordzeit von 7,27 ist sie aktuell Nummer 38 im „Race to Torun“ – insgesamt 56 Sprinterinnen qualifizieren sich für die Titelkämpfe.
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