Die Bruckneruni in Linz bietet ein Tanzstudium an. Das Institute of Dance (IDA), mittlerweile österreichweit gut etabliert, präsentierte im Posthof vier Performances, die Studierende mit renommierten Choreografen erarbeitet haben. Beeindruckend!
Die Studierenden des Institutes of Dance Arts (IDA) an der Bruckner Uni präsentierten auch heuer im großen Saal des Posthofs die großartige Werkschau „Ritus“ in Zusammenarbeit mit renommierten Choreografen und Choreografinnen: Johannes Randolf (AT), Deborah Smith-Wicke (GB/DE), Julia Robert und Rudi Cole (ES/GB) und Martin Kilvády (SK).
Aus dem Spektrum:
Aus einer Herzmeditation entwickelte sich eine überwältigende Kraft zur Musik von Steve Reich, „Puls“. Sanfte, warmfarbene Gestalten wachsen schemenhaft aus dem Boden, vibrieren im Nebel. Folgen in abstrakten Bewegungen dem Gedankenstrom Herz, Blut, Kreislauf, ergreifend im individuellen Ausdruck, aber auch in perfekt synchroner Gruppenenergie, ästhetisch auch im Ausdruck von Zerstörung und Qual.
Bewegungen grenzen an Akrobatik
Dann Stimmungswechsel: Rasendes Tempo wechselt mit spannungsgeladen abruptem Stillstand. Bewegungen im Nanobereich erzeugen Spannung in Megadimension.
Das dritte Stück: Trommelrhythmen – Assoziationen zu Ritualen und Göttern, afrikanisch anmutende Gesänge. Große Geister, kleine Menschen: Die Dimensionen wachsen allein aus der Kraft der Bewegungen.
„Ritus“ noch einmal im Juli
Mit vier Instrumentalisten und einer Sängerin steht nach der Pause zusätzlich eine großartige Jazzformation auf der Bühne mit freien Improvisationen zu Alltagssituationen. Eine unglaubliche Dynamik liegt alleine im Bedienen von Bodenwischern. Ein minimaler Schubs verändert die Stimmung und Bewegung im gesamten Ensemble und im Auditorium.
Insgesamt beeindruckten die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Bruckneruni, faszinierten mit Präzision, körperlichen Höchstleistungen und dem Mut, auch die Grenzen zu wahrhaftigem Tanztheater zu überschreiten.
„Ritus“ findet im Sommersemester 2026 wieder an Uni (Studiobühne) statt: Vorstellungen sind am 2., 3. und 4. Juli jeweils 19.30 Uhr angesetzt.
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