Mit seinen Eltern fuhr der kleine Andres aus dem 2.000-Einwohner-Dorf Fuentealbilla in die über 400 Kilometer entfernte Großstadt Barcelona. Er war gerade zwölf Jahre alt geworden. Und vergoss bittere Tränen, als ihn seine Eltern in der Fußball-Schule La Masia zurückließen. Scouts hatten ihn bei seinem Stammverein Albacete Balompie gesehen und ihn auf der Stelle verpflichtet.
14 Jahre später weinte er wieder. Nicht medienwirksam vor den Augen von Millionen TV-Zusehern. Sondern für sich selbst. Innerlich. Mit dem entscheidenden Tor hatte er Spanien in der 116. Minute des Endspiels gegen die Niederlande zum ersten WM-Titel seiner Geschichte geschossen. Mit einem Schlag war der Mann unsterblich.
Pep zu Xavi über Iniesta: "Wird dich in Pension schicken"
Ob seines großen Könnens nennen sie den heute 30-Jährigen in Spanien ehrfurchtsvoll "Magier". Und Pep Guardiola, später sein Trainer bei Barcelona, soll schon Ende der 90er-Jahre zum damals ebenfalls jungen Xavi gesagt haben: "Schau dir einmal diesen kleinen Iniesta an. Du wirst einmal mich in die Fußball-Pension schicken, und er wird dich in die Pension schicken."
Aber noch ist es nicht so weit. Noch soll der um vier Jahre ältere und kongeniale Xavi mit Iniesta wieder jene Mittelfeldachse bilden, die Spanien zum Titel denkt und lenkt. Es wäre nach den EURO-Erfolgen 2008 und 2012 sowie jenem bei der WM 2010 in Südafrika bereits der vierte große in Serie, was Weltrekord bedeuten würde.
Aber nach der enttäuschenden Saison des FC Barcelona, der meist den Stamm der Nationalelf bildete, denken viele, dass für die "Furia Roja" die Zeit abgelaufen ist. Iniesta & Co. wollen in Brasilien der Welt das Gegenteil beweisen.
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