Tatsächlich hatte Pliquett beim spielentscheidenden 0:1 gepatzt, zeigte auch sonst einige Unsicherheiten. Das Verhalten mancher Sturm-"Fans" nach dem Spiel rechtfertigt das allerdings nicht. Die Polizei machte dem wütenden Mob zum Glück rasch den Garaus. Für die Ausschreitungen wird Sturm eine saftige Geldstrafe bekommen, aber das ist für den Klub nur das kleinste Übel.
Milanic steht nicht zur Debatte
Das Ausscheiden war typisch für die miserable Saison der Grazer, die die letzte Chance auf ein Europacup-Ticket erbärmlich vergeigten. Seit dem Rauswurf von Meistertrainer Franco Foda vor zwei Jahren gleicht Sturm einer Großbaustelle. Jetzt wird "Tabula rasa" gemacht, nach Weber und Dudic müssen wohl auch Wolf, Hölzl, Tobias Kainz, Kaufmann sowie Hütter gehen. Nur Coach Darko Milanic steht nicht zur Debatte. "Wir gehen den Weg mit ihm weiter", betont General-Manager Gerhard Goldbrich.
Dober: "Pliquett das Maul gestopft"
Torhüter Pliquett erhielt nach dem Spiel übrigens noch eine verbale Abreibung - vom St. Pöltener Andi Dober. Der Ex-Rapidler konterte nach Schlusspfiff Pliquett, der vor dem Spiel gemeint hatte, er denke gegen St. Pölten gar nicht ans Ausscheiden: "Der Sturm-Goalie, ich weiß gar nicht wie der heißt, hat das Maul offenbar zu voll genommen. Jetzt haben wir es ihm gestopft."
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