Gibt es bald Windräder am Berg? Die Androschin Energie GmbH aus Innsbruck und Ecowind (NÖ) nahmen eine Messanlage auf einer Hochalm in Silz (Tiroler Bezirk Imst) in Betrieb: Dies sei ein erster Schritt für ein mögliches Projekt.
Auf der Hochalm Feldringer Böden in der Gemeinde Silz wurde kürzlich ein SODAR-Windmessgerät installiert und in Betrieb genommen, teilten die Betreiber am Dienstag in einer Aussendung mit. „Es handelt sich ausdrücklich um eine reine Mess- und Prüfphase. Ob und in welcher Form die Errichtung eines Windparks an diesem Standort weiterverfolgt werden kann, entscheidet sich erst nach Auswertung der Messdaten“, hieß es.
Ziel ist Gewinnung von Daten
Das Windmessgerät erfasst mithilfe von Schallwellen die lokalen Windverhältnisse über einen längeren Zeitraum. „Gemessen werden Windgeschwindigkeit und Windrichtung in Höhen von bis zu 200 Metern. Ziel ist es, standortspezifische Daten zu gewinnen, die eine fundierte Beurteilung des Windpotenzials ermöglichen.“
Strom für bis zu 26.000 Haushalte
Präzise Windmessungen seien besonders in topografisch anspruchsvollen Regionen die Grundlage für jede fundierte Projektbewertung. Die Daten dienten als Basis für fachliche, ökologische und wirtschaftliche Prüfungen. Sollten die Berechnungen positiv verlaufen, könnten „bis zu acht Windräder mit einer Nabenhöhe von rund 100 Meter“ aufgestellt werden. Mögliche Gesamtleistung: 40 Megawatt, das wäre Strom für rund 26.000 Haushalte.
Begehung mit Naturschutzexperten
Die Kooperation zwischen den Betreibern besteht seit Frühjahr 2025. Im Sommer fanden laut deren Informationen „positive Gespräche und Vertragsverhandlungen mit Grundeigentümern“ statt, es folgten eine Grobplanung und eine Machbarkeitsprüfung. Im Herbst wurde eine Standortbegehung mit Naturschutzexperten und Technikern durchgeführt.
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