Eine Tageslosung mit 19.000 Euro und zwei hochpreisige Uhren der Luxus-Marke Breitling steckte sich ein mittlerweile entlassener Mitarbeiter der Schweizer Uhrenfirma ein. Beim Prozess am Mittwoch spricht er vom „größten Fehler meines Lebens“. Neben acht Monaten Haft auf Bewährung muss er mehr als 60.000 Euro zahlen.
Dem hier lebenden deutschen Familienvater sei das Ganze „zutiefst peinlich“, sprach die Verteidigerin für ihren Mandanten und erklärte dabei auch das Motiv. „Er hat in einem Breitling-Geschäft gearbeitet, war umgeben von Luxusuhren und reichen Kunden. Er wollte auch zu dieser Liga gehören.“ Deshalb griff der 36-Jährige zu, steckte sich zwischen März und Juni 2025 eine Tageslosung von 19.000 Euro und zwei Luxus-Uhren im Wert von rund 34.000 Euro ein. Zu den Vorwürfen der Veruntreuung und des schweren Diebstahls zeigte er sich beim Prozess voll geständig: „Es tut mir sehr leid. Es war der größte Fehler meines Lebens.“
Zwei Luxus-Uhren als Diebesbeute
Eine Uhr konnte im Zuge der Hausdurchsuchung beim Angeklagten sichergestellt werden. Doch die andere, eine „Chronomat Gold“ im Wert von 24.000 Euro, ist weg, teilte der Anwalt der Uhren-Firma mit.
Nach etwa 30 Minuten verkündete die Richterin bereits das Urteil: acht Monate Haft auf Bewährung. Zudem muss der Deutsche seinem Ex-Arbeitgeber 42.000 Euro Schadenersatz zahlen und zusätzlich der Republik einen Verfallsbetrag von 25.000 Euro ableisten. „Es ist kein Kavaliersdelikt, den Arbeitgeber so zu hintergehen. Da müssen sie sich jetzt selbst herausarbeiten. Ich hoffe, Sie lernen daraus“, sagte die Richterin zum Angeklagten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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