Falsche Krebsdiagnose

Landesrätin: „Kommunikation war inakzeptabel“

Oberösterreich
03.02.2026 08:00

Einer 30-jährigen Frau wurde im Kepler Uniklinikum Linz (OÖ) die gesunde Gebärmutter entfernt. Der unwiederbringliche Eingriff macht der Patientin psychisch schwer zu schaffen – auch die Kommunikation danach wirft viele Fragen auf. Jetzt reagiert die zuständige Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP).

Das Leid einer jungen Oberösterreicherin, der wegen einer fehlerhaften Krebsdiagnose im Linzer Kepler Uniklinikum die gesunde Gebärmutter entfernt wurde, schockte das ganze Land. Für Kopfschütteln sorgte besonders die unsensible Reaktion der Geschäftsführung und der involvierten Primare.

Das Linzer KUK sorgt derzeit für negative Schlagzeilen.
Das Linzer KUK sorgt derzeit für negative Schlagzeilen.(Bild: Markus Wenzel)

LH-Vize und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) nahm nun dazu wie folgt Stellung: „Ich bin über den Vorfall im Kepler Universitätsklinikum betroffen. Dieser medizinische Fehleingriff erfüllt mich mit großem Bedauern, denn unser Gesundheitssystem muss höchste Sicherheitsstandards gewährleisten. Mein Mitgefühl gilt der betroffenen Patientin. Das Vertrauen der Menschen in unsere medizinische Versorgung und somit in unsere Spitäler hat höchste Priorität. Dass für die Patientin neben der tragischen Fehldiagnose in diesem Fall auch die Kommunikation zwischen Ärzteschaft und Patientin inakzeptabel verlaufen ist, bedaure ich sehr.“

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Dass  neben der tragischen Fehldiagnose in diesem Fall auch die Kommunikation zwischen Ärzteschaft und Patientin inakzeptabel verlaufen ist, bedauere ich sehr.

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP)

Interne Schulungen und Weiterbildungen
Haberlander versucht nun eine systemische Verbesserung. Sie habe bei der Geschäftsführung und der Ärztlichen Leitung in Auftrag gegeben, dass das Angebot an internen Schulungen und Weiterbildungen in der Kommunikation ausgebaut werden.

Und dass es für Primarärzte verpflichtende Fortbildungen in diesem Bereich geben muss – denn hohe medizinische Expertise muss offenbar nicht unbedingt auch hohe Empathie bedingen. „Wir wollen eine empathische Kommunikation in derart schwierigen Situationen mit Patienten sicherstellen“, sagt Haberlander.

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