Vom 21. Februar bis 6. März geht in Vorarlberg die Landwirtschaftskammerwahl über die Bühne. Die wahlberechtigten Land- und Forstwirte sowie die Dienstnehmer haben die Wahl zwischen zwei Listen. Jene der ÖVP wird von Josef Moosbrugger angeführt, jene der Blauen von Robert Blum.
Nicht erst seit der Wahl 2021 ist die Landwirtschaftskammer (LWK) fest in schwarzer Hand. Beim jüngsten Urnengang gelang es dem Bauernbund sogar, die Macht noch weiter auszubauen. In der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer, die sich aus der Sektion der Land- und Forstwirte (14 Sitze) und den Dienstnehmern (5 Sitze) zusammensetzt, verfügt die ÖVP über 16 der insgesamt 19 Mandate.
Seit knapp 27 Jahren an der Spitze
Angeführt wird die Vorarlberger Landwirtschaftskammer von Josef Moosbrugger. Er ist bereits seit 1999 Präsident dieser Einrichtung und seit Mai 2018 auch Präsident der Präsidentenkonferenz der österreichischen Landwirtschaftskammer. Der 1966 in Dornbirn geborene Landwirt begann als Funktionär der Landjugend und der Jungbauernschaft, 1991 wurde er Kammerrat. Ein Sprung als Agrarlandesrat in die Vorarlberger Landesregierung blieb ihm aber stets verwehrt.
Auch in diesem Jahr wird Moosbrugger wieder die Liste der ÖVP-Bauern anführen. An seiner Wiederwahl als Kammerpräsident zweifeln die wenigsten. Die einzig spannende Frage dürfte sein, ob es dem jungen blauen Kandidaten, dem Höchster Landwirt Robert Blum, gelingen wird, den Schwarzen das eine oder andere Mandat abzuringen.
Kein Erfolg beim ersten Antreten
Bereits 2021 war Blum Spitzenkandidat bei den „Freiheitlichen und unabhängigen Bauern“. Damals allerdings befand sich seine Partei nicht gerade in einer Hochphase, zudem war es für den inzwischen 36-Jährigen das erste Mal, dass er als Spitzenkandidat bei der Landwirtschaftskammerwahl antrat.
Der Familienvater ist nach erfolgreich geschlagenen Gemeindevertretungs- und Landtagswahlen um einiges an Erfahrung reicher. Nachdem er im Herbst 2024 auch den Sprung in den Vorarlberger Landtag geschafft hat, ist auch sein Bekanntheitsgrad angestiegen. Blum kündigte einen bürgernahen Wahlkampf an, sein Ziel ist klar definiert: Seine Fraktion plant, an Mandaten zuzulegen.
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