Risikolose Wette. Es kam, wie es zu erwarten war. Viel hätte man darauf risikolos wetten können: Wenn aus dem Bildungsministerium ein Vorschlag kommt, die Lehrpläne – wenn auch sachte – an die heutigen Zeiten anzupassen, dann wird es darauf ein lautes Echo von der Lehrervertretung geben. Ein lautes NEIN! Worum es geht? Beinahe egal, das Nein käme ohnehin bei jedem Vorschlag. Diesmal dreht es sich um über die „Krone“ bekannt gewordene Pläne des Bildungsministeriums, künftig die Schüler auch im Umgang mit der bereits allgegenwärtigen künstlichen Intelligenz vertraut zu machen. Neben KI-Schulung will man die Medienkompetenz der Schüler stärken und Demokratiekunde auf den Stundenplan setzen. Gut so!
Zähne ausbeißen. Beinahe revolutionär wird der Plan, wenn man hört, dass diese neuen, zeitgemäßen, enorm wichtigen Fächer nicht einfach auf die völlig überfrachteten Stundenpläne draufgepackt werden. Vielmehr soll auf der anderen Seite entrümpelt werden, etwa bei Latein, wo die Stunden reduziert werden sollen. Schülersprecher applaudieren, die Lehrervertreter nehmen ihre reform-offenen Kolleginnen und Kollegen in Geiselhaft und reagieren mit totaler Ablehnung. Der Plan sei „ein Anschlag auf das Gymnasium, auf die Allgemeinbildung“. Tja… Bildungspolitiker beklagen seit Jahrzehnten, dass hierzulande alle Kraft aufgewendet wird, um Reformen zu blockieren. Doch beim aktuellen Bildungsminister Wiederkehr könnten sich die Betonierer die Zähne ausbeißen.
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