
Die Wege der neutralen Nachbarstaaten haben sich vor 31 Jahren getrennt. Österreich trat 1995 der EU bei. Die souveräne Schweiz wählte den bilateralen Weg und schloss EU-Abkommen für Reise- und Handelsfreiheit. Wir überweisen der EU jährlich 3 Mrd. Euro, die Schweiz bloß 140 Millionen. Österreich zählt zu den 10 Nettozahlern, die den EU-Apparat finanzieren.
Mitten in einer globalen machtpolitischen Neuvermessung bringt nun die Schweiz den Vorschlag einer gemeinsamen Luftwaffe mit Österreich ein. Die Eidgenossen liegen im Global-Firepower-Index auf Platz 44, wir auf 68. Die Schweiz verfügt über 100.000 aktive Soldaten, Österreich über 16.000. 43 Jets sichern den Schweizer Luftraum, Österreich steht bei 15. Mit Staatsschulden von 154 Mrd. Euro (17,2 Prozent des BIP) kann sich die Schweiz eine Top-Verteidigung leisten, wir ächzen unter 424 Mrd. (83,7 Prozent des BIP).
Bei vergleichbarer Bevölkerungszahl erwirtschaftet die Schweiz eine fast doppelt so hohe Wirtschaftsleistung. Jeder der drei größten Schweizer Konzerne – Roche, Novartis und Nestlé – ist mehr wert als alle Unternehmen an der Wiener Börse zusammen. Unsere indirekte Demokratie legt die Schwächen der nicht gewählten Politiker in Regierung und EU-Kommission offen.
De facto ist die Schweiz reicher und stärker geworden, Österreich ärmer und schwächer. Es wäre Zeit, die ausgestreckte Hand der Nachbarn zu ergreifen. Und aus Einzelkämpfern einen starken Alpen-Bund zu schmieden.
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