Pünktlich wie ein Uhrwerk. Kurz vor 9 Uhr begrüßt St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler am Sonntag die wartenden Pressefotografen vor dem Wahllokal im Stadtteil Ratzersdorf. Zum fünften Mal stellt er sich als SPÖ-Spitzenkandidat heute einer Gemeinderatswahl. Und zum fünften Mal will am Abend eine absolute Mehrheit verbuchen.
Dichter Nebel liegt an diesem Morgen über der Landeshauptstadt. Es hat 0 Grad, es ist stellenweise eisglatt. Wer wird heute wohl auf dem politischen Parkett St. Pöltens ausrutschen? In einer der letzten SPÖ-Hochburgen des weiten Landes steht heute die Gemeinderatswahl an. Und die meisten Beobachter sind sich einig: Einer wird eher nicht ausrutschen: Dem regierenden Bürgermeister Matthias Stadler werden allseits gute Chancen eingeräumt, seine absolute Mehrheit zu verteidigen.
Wetter als Störfaktor
Gemeinsam mit seiner Assistentin Nora Radovan trifft Stadler kurz vor 9 Uhr vor dem Wahllokal im Feuerwehrhaus im Stadtteil Ratzersdorf ein. „Ich gehe mit positiver Stimmung in diesen Wahlsonntag“, erklärt der SPÖ-Spitzenkandidat den wartenden Journalisten: „Ich bin immer ein positiver Mensch. Was er sich für heute erhofft: „Möglichst viele Stimmen am Abend. Und dass sich nicht zu viele Menschen vom Wetter davon abhalten lassen, wählen zu gehen.“
Harter Wahlkampf
Ob diese fünfte Gemeinderatswahl, die er als Frontmann der SPÖ schlägt, seine letzte sein werde? Der Stadtchef, der dem nächst seinen 60. Geburtstag feiert, verrät dazu nur so viel: „Ich bin fit, gesund und voller Tatendrang.“ Und mit einem Lächeln auf den Lippen: „Ich bin sicher noch kein Pensionist.“ Dass er der Gejagte ist, dem alle Mitbewerber die absolute Mehrheit abknöpfen wollen, ist für Stalder geradezu Routine. Immerhin ist er zum fünften Mal in dieser Situation. Und dennoch ist es diesmal anders: „Das politische Leben spitzt sich zu. Das Dirty Campaigning hat ´sich verstärkt“, zieht er Bilanz über den Wahlkampf.
„Es ist vollbracht!“ Mit diesen Worten verlässt Stadler Minuten später nach der Stimmabgabe das Wahllokal. Und macht sich mit seiner Assistentin auf den Weg ins Rathaus. Weiters stehen noch ein Abstecher in die Parteizentrale der St. Pöltner SPÖ sowie Besuche in den Agitationslokalen der Partei auf dem Programm – bis dann nach 16 Uhr das gespannte Warten auf die Auszählungsergebnisse beginnt.
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