Tausende ohne Heizung
Russland greift Ukraine mit über 100 Drohnen an
Trotz der Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine hat Russland das Land erneut mit Drohnen und Raketen beschossen. Zum Einsatz gekommen seien 102 Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 87 Drohnen wurden demnach abgewehrt, es gab aber auch Einschläge an zehn unterschiedlichen Orten. Bei tiefwinterlichen Verhältnissen waren zudem 1676 Wohnblocks weiter ohne Heizung. Auch Russland meldete ukrainische Drohnenangriffe.
Die Lage in der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleibt infolge vorangegangener russischer Attacken schwierig.
Tausende Haushalte noch immer ohne Strom
Zwar sei der größte Teil der am Samstag in 6.000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden, doch 1.676 Wohnblocks seien immer noch ohne Wärmeversorgung, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. In der Nacht lagen die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich.
Ukrainische Drohnen abgewehrt
Auf der Gegenseite meldete auch Russland ukrainischen Beschuss. 52 Drohnen sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau abgewehrt worden.
Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte mit, dass durch Raketenbeschuss in der Nacht Energieobjekte beschädigt worden seien. Zu den Folgen machte er keine Angaben. Die Region kämpft seit Wochen mit Problemen bei der Energieversorgung.
Selenskyj fordert mehr Unterstützung bei Luftverteidigung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die Verbündeten seines Landes auf, weitere Munition für die Luftverteidigung bereitzustellen. Es würden „jeden Tag Raketen für Luftverteidigungssysteme benötigt“, sagte Selenskyj am Sonntag bei seiner Ankunft in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Die Ukraine arbeite weiterhin mit den USA und Europa zusammen, „um einen besseren Schutz unseres Luftraums zu gewährleisten“.
„Allein in dieser Woche haben die Russen mehr als 1.700 Angriffsdrohnen, mehr als 1.380 Lenkbomben und 69 Raketen verschiedener Typen abgefeuert“, sagte Selenskyj. Der ukrainische Präsident nimmt in Litauen an den Gedenkfeierlichkeiten zum Aufstand von 1863 teil, der sich gegen das russische Kaiserreich richtete.
Russland greift die Kraftwerke und das Stromnetz der Ukraine in seinem seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg fast ununterbrochen an. In der Folge sind aktuell hunderttausende Ukrainer mitten im Winter ohne Strom und Heizung. In der vergangenen Woche hatte Selenskyj deshalb den Notstand für den Energiesektor erklärt.









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